Schule St. Christoph erhält ein neues Gesicht

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 Unter Beteiligung junger Menschen mit Einschränkungen wurde am Freitag mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Startschuss
Unter Beteiligung junger Menschen mit Einschränkungen wurde am Freitag mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Startschuss für den Neubau der Schule St. Christoph in Zußdorf gegeben. Am Spaten bewährten sich im Hintergrund (von links): Simone Wohlwender vom gleichnamigen Bauunternehmen, Werner Willburger, Baubeauftragter der Theresia-Hecht-Stiftung, Romana Urban, Leiterin der Schule St. Christoph, Jörg Urbaniak, Leiter des Sozial- und Inklusionsamtes am Landratsamt Ravensburg, Christoph Götze, Vorstand der Theresia-Hecht-Stiftung Dietenheim und Geschäftsführer der St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH, Andreas Schelshorn, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Wilhelmsdorf, Axel Müller, CDU-Bundestagsabgeordneter, Harald Rau vom Architekturbüro Schirmer und Partner sowie Pfarrer Magnus Weiger. (Foto: Herbert Guth)
Herbert Guth

Die St. Jakobus Behindertenhilfe bietet am Standort St. Johann in Zußdorf (Gemeinde Wilhelmsdorf) 80 jungen Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung differenzierte Wohn-, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten. Das Angebot von St. Johann in Zußdorf mit der angeschlossenen Schule St. Christoph umfasst das Wohnen für Kinder und Jugendliche, die Schule, einen Kindergarten, sowie eine Frühberatungsstelle. Eine eigene Kurzzeitgruppe steht als Unterstützungsangebot in den Schulferien und am Wochenende Familien offen, die ihre Kinder und Jugendlichen mit Behinderung zu Hause betreuen und pflegen. Derzeit sind hier rund 110 Mitarbeiter beschäftigt. (gt)

Die Schule St. Christoph in der Einrichtung St. Johann im Wilhelmsdorfer Teilort Zußdorf hat am Freitag einen historischen Tag erlebt. Die große Bedeutung des ersten Spatenstichs für den Neubau von Schulgebäude, Turnhalle, Therapiebecken und weiteren Therapieräumen hob in ihrem Grußwort Schulleiterin Romana Urban hervor.

2005 war laut Urban erstmals über die Möglichkeit eines Neubaus gesprochen worden. Es folgte eine Zeit des Hoffens, Bangens, der Ungewissheit mit Zweifeln, aber auch Vertrauen und Hoffnung. Umso größer sei jetzt die Freude über den Baubeginn. Das zehn Millionen Euro teure Projekt soll innerhalb der kommenden zwei Jahre verwirklicht werden, so die derzeitige Planung.

„Wir geben mit dem heutigen Tag der Schule St. Christoph und der Einrichtung St. Johann ein neues Gesicht“, freute sich Christoph Götz, Vorstand der Theresia-Hecht-Stiftung Dietenheim und Geschäftsführer der St. Jakobus Behindertenhilfe GmbH. Bei ihm und allen Beteiligten herrsche an diesem Tag ein euphorisches Gefühl über die Tatsache, dass es mit dem Bauprojekt jetzt endlich richtig losgeht. Mit der Umsetzung des Projekts werde der Standort Zußdorf auf einen modernen Stand gebracht.

Götz hob die erstklassige Arbeit aller Mitarbeiter hervor, die vollen Einsatz erfordere. Die neue Schule diene auch dazu, die Förderung und Betreuung der Schüler zu erleichtern. Neben den Schul- und Therapieräumen hob Götz den Bau des Bewegungsbades als eine der ganz wichtigen Einrichtungen für St. Christoph hervor. In den hoffentlich nur zwei Jahren Bauzeit müsse der Heim- und Schulbetrieb Beeinträchtigungen erdulden. Das Ergebnis werde aber alle Unzulänglichkeiten in der Übergangsphase vergessen lassen.

Der Kostenrahmen für den Neubau liege bei nunmehr rund zehn Millionen Euro. Damit ist dieses Projekt das bisher größte Bauvorhaben der Theresia-Hecht-Stiftung. Vom Land wird ein Baukostenzuschuss in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro, verteilt auf zehn Jahre, erwartet. Die genaue Höhe der finanziellen Unterstützung sei noch unklar. Nach dem symbolischen ersten Spatenstich und der Segnung der Baustelle und Einrichtung durch Pfarrer Magnus Weiger bescheinigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller der Schule St. Christoph, dass mit diesem Tag „ein ganz wichtiger Abschnitt in der Geschichte dieser Einrichtung begonnen hat“. Den hier betreuten jungen Menschen mit Einschränkungen solle mit Hilfe der neuen Räumlichkeiten ermöglicht werden, noch besser als bisher am gemeinschaftlichen Leben in dieser Gesellschaft teilhaben zu können.

Jörg Urbaniak, seit Mai Leiter des Sozial- und Inklusionsamtes am Landratsamt Ravensburg, würdigte die besondere Arbeit und Leistung in Zußdorf. „Dieser zeitgemäße Neubau ist eine Verbesserung für alle Menschen, die in diesem Bildungs- und Beratungszentrum betreut werden.“ Der stellvertretende Bürgermeister von Wilhelmsdorf, Andreas Schelshorn, freute sich über das Bekenntnis der Stiftung zum Standort in Zußdorf. „Am Ende eines herausragenden Sommers steht der Beginn eines herausragenden Projekts für die Schule St. Christoph.“ Die Pläne des Neubaus wurden vom Architekturbüro Schirmer und Partner mit den Architekten Frank Schirmer und Roland Rau erstellt. Durch die Feier führte Helmut Johannes Müller, Gesamtleiter der St. Jakobus Behindertenhilfe. Die musikalische Begleitung übernahm die Musikgruppe „Crazy 9“ vom Sozialpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum St. Christoph.

Die St. Jakobus Behindertenhilfe bietet am Standort St. Johann in Zußdorf (Gemeinde Wilhelmsdorf) 80 jungen Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung differenzierte Wohn-, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten. Das Angebot von St. Johann in Zußdorf mit der angeschlossenen Schule St. Christoph umfasst das Wohnen für Kinder und Jugendliche, die Schule, einen Kindergarten, sowie eine Frühberatungsstelle. Eine eigene Kurzzeitgruppe steht als Unterstützungsangebot in den Schulferien und am Wochenende Familien offen, die ihre Kinder und Jugendlichen mit Behinderung zu Hause betreuen und pflegen. Derzeit sind hier rund 110 Mitarbeiter beschäftigt. (gt)

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