Schneller gefahren, länger im Knast

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Wegen Fahrens ohne Führerschein wird die Haftstrafe eines Gefangenen verlängert.
Wegen Fahrens ohne Führerschein wird die Haftstrafe eines Gefangenen verlängert. (Foto: Symbol: Lienert)
Claudia Bischofberger

Eigentlich sollte seine Haftstrafe im Juli 2021 enden, doch der Richter am Amtsgericht Wangen gab dem Angeklagten eine Verlängerung. Denn dieser war mit 102 Kilometern pro Stunden an einer Stelle geblitzt worden, an der Tempo 60 herrscht.

Wie in der nur halbstündigen Verhandlung rauskam, war der Angeklagte drei Monate zuvor von der Polizei erwischt worden, wie er unter Drogen Auto fuhr – ohne gültigen Führerschein. Dieser war ihm bereits im Jahr 2014 entzogen worden.

„Ich weiß, dass ich Mist gebaut habe. Aber ich bin seit einem halben Jahr drogenfrei und möchte auf eine Straffreiheit hin arbeiten“, beteuerte der Angeklagte, als man ihm die Möglichkeit gab, sich noch einmal zu äußern.

Langes Vorstrafenregister fällt zu Ungunsten des Angeklagten aus

Nicht zu seinen Gunsten allerdings sprach auch das lange Vorstrafenregister: Diebstahl, Körperverletzung, unerlaubtes Handeln mit Betäubungsmitteln. Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren sich einig und plädierten für eine Verlängerung der Haftzeit von vier Monaten.

Der Richter erhöhte dann auf fünf Monate. Das sei angemessen für eine Fahrt unter Drogeneinfluss und drei Monate später eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung. Und das ohne im Besitz einer Fahrerlaubnis zu sein, begründete er sein Urteil.

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