Schön unspektakulär: Kevin Krauters Songwriter-Pop

Lesedauer: 2 Min
Kevin Krauter
Großes Indiepop-Talent: Kevin Krauter. (Foto: Michael Newsted / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wie beispielsweise die tollen US-Bands Real Estate und Turnover pflegt auch der Singer-Songwriter Kevin Krauter einen Sound, der zwar wenig spektakulär, aber ganz und gar nicht langweilig ist.

Mit der Single „Surprise“ und dem nun nachfolgenden Album „Full Hand“ (Bayonet/Cargo) präsentiert der freundliche junge Mann perfekte Frühlingsmusik.

Klar, dass ein eher avantgardistisches Indie-Magazin wie „Pitchfork“ da nur „soft, well-worn shoegaze music“ hört und bei der Benotung im mittleren Bereich bleibt. Allerdings dürfte es Krauter, diesem großäugigen Burschen aus dem US-Bundesstaat Indiana, auch gar nicht um Pop-Avantgarde gehen. Sondern schlicht und ergreifend um ein Dutzend harmonische Lieder zwischen Softrock, Folktronica (Drum-Machines!), 70er-Jahre-Songwriterstoff und Blue-Eyed-Soul. Das hübsche Albumcover mit dem Regenbogen gibt die Richtung schon vor.

Was sich vor zwei Jahren mit dem Debüt „Toss Up“ andeutete - nämlich ein großes Indiepop-Talent -, entfaltet sich nun auf „Full Hand“ so richtig zur Blüte. Mit einer Handvoll feinster Songperlen und null Ausfällen ist Krauter eine Platte gelungen, die zunächst etwas schläfrig-ambitionslos rüberkommt, geduldigere Hörer aber mit Charme und songschreiberischem Können belohnt.

Website Kevin Krauter

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen