Sauron, Shanoa und Chinesisch: Neues für mobile Konsolen

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Deutsche Presse-Agentur

Zeit für ein Spiel ist in der kleinsten Pause - vor allem, wenn man Besitzer oder Besitzerin einer mobilen Spielkonsole ist. Für die Nintendo DS sind wieder neue Titel erschienen, mit denen sich spielend Zeit vertreiben lässt.

Gib Sauron Saures! - nach diesem Motto kämpfen Spieler in „Der Herr der Ringe - Die Eroberung“ gegen den Hexenkönig und seine finsteren Armeen. Auf Nintendo DS kann der Spieler auswählen, ob er seine Charaktere in dem Actionspiel mit dem Touchpen oder dem Steuerkreuz lenkt. Als Krieger mit dem Schwert, als Bogenschütze oder als Magier geht er die verschiedenen Missionen an. Der Charakter kann auch während der Kampagne gewechselt werden.

Wer sich nur auf die Schärfe seiner Klinge, auf die Magie oder einzig auf die Durchschlagskraft seiner Pfeile verlässt, hat gegen Sauron und Kumpanen wenig Chancen. Bei der Eroberung von Minas Tirith oder Helms Klamm gilt es auch, Köpfchen zu beweisen und die örtlichen Gegebenheiten wie Anhöhen oder Engstellen auszunutzen. So wie die Geschichte atmosphärisch eher düster ist, so ist die Grafik des Spiels leider etwas dunkel geraten - was auf die Augen geht. „Der Herr der Ringe - Die Eroberung“ kostet 40 Euro.

Action ist auch in „Castlevania: Order of Ecclesia“ angesagt. Bereits 1987 erschien das erste Spiel der „Castlevania“-Reihe, damals noch für die Konsole Nintendo Entertainment System (NES). Jetzt gibt es wieder eine neue Folge der Genre-Kombination aus „Jump'n'Run“ und Action für die Nintendo DS. Noch immer ist die Familie Belmont verschwunden, der es einst gelungen war, das Böse immer wieder mit Hilfe einer heiligen Peitsche niederzuringen. Der Spieler soll den Clan nun im Auftrag des Ecclesia-Ordens aufspüren. In Gestalt der Heldin Shanoa muss er sich dabei mit Schwert, Streitaxt oder auch Weihwasser gegen den Vampirfürsten Dracula und seine Geschöpfe vom Dämon bis zum Skelett zur Wehr setzen.

20 Spielabschnitte lang lauert das durchaus kurzweilige Grauen in finsterer Landschaft und verfallenen Häusern. Der Spieler blickt in der Seitenansicht auf das Spiel und lenkt Shanoas Geschicke überwiegend mit dem Steuerkreuz. Im Gegensatz zu Vorgängerfolgen wie „Dawn of Sorrow“ oder „Portrait of Ruin“ steht ein neues Angriffssystem zur Verfügung. Durch die Kombination von Waffen und Techniken sind nun mehr als 100 unterschiedliche Attacken möglich. In jedem neuen Spielabschnitt wachsen zudem Shanoas Kräfte. Löst sie kleine Aufgaben am Rande, bekommt sie nützliche Gegenstände, die per WLAN auch mit Freunden getauscht werden können. Im neuen Versus-Modus können Spieler nun auch gegeneinander antreten. Das Spiel kostet rund 40 Euro.

Draufhauen - darum geht es zum Teil auch in „Mein Chinesisch-Coach“ von Ubisoft: „Hau drauf“ so lautet der Titel eines Minigames, in dem ein deutsches Wort auf dem oberen Display der Nintendo DS erscheint und der Spieler auf dem Touchscreen jene Erdhörnchen erwischen muss, die ein Schild mit der richtigen Übersetzung tragen. Zu kompliziert? Der Chinesisch-Coach trägt den Untertitel „spielend Chinesisch lernen“ - und das hält er auch. Das Programm lehrt die richtige Aussprache einzelner Buchstaben und Wörter bis hin zur Übersetzung ganzer Sätze.

Zu den bereits erwähnten Minigames gehört zum Beispiel eine Art Vokabel-Memory, bei dem die richtigen Wortpaare gefunden werden müssen. In einem anderen Spiel muss der Lernende einen Satz übersetzen und baut so eine Brücke aus den richtigen Wörtern. Nach Angaben des Publishers Ubisoft enthält das Spiel 1000 Lektionen, in denen 10 000 Vokabeln und 1500 Sätze gelehrt werden. „Mein Chinesisch-Coach“ kostet 30 Euro.

Es gibt nur wenige Lebensbereiche oder Branchen, für die es noch kein Aufbauspiel gibt: Ponyhof, Ölfeld, Eisenbahn - und jetzt auch die Hotellerie. Ein gewisser Mr. Giant setzt den Spieler im neuen „Hotel Gigant DS“ von Koch Media als Manager ein, damit dieser den Hotelkonzern auf Trab bringt. Was interessant klingt, entpuppt sich als etwas zähe Simulation zum Preis von 40 Euro: Wer einmal heraus hat, wie die Gäste vom Geschäftsreisenden bis zum Rockstar ticken, kann bei den insgesamt 15 Aufträgen eigentlich nichts mehr falsch machen. Sind die Gäste zufrieden, stimmt das Geld in der Kasse, das unter anderem in neue Einrichtungen und Zimmer investiert werden kann. Dabei muss der Manager auch über Details wie Tapeten und Böden entscheiden.

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