Sailer macht auch mit Maske wichtigen Treffer

Lesedauer: 4 Min
Regionalleiter

Nach seinem Nasenbeinbruch wieder in der Elf stand Marco „Toni“ Sailer, der sich mit einer Gesichtsmaske fit genug fühlte, im württembergischen Duell gegenzuhalten. Ansonsten vertraute Trainer Petrik Sander der gleichen Elf wie gegen Aue, allerdings spielte Moses Sichone diesmal von Beginn an.

Dem VfR war zu Beginn wie schon gegen Aue der Druck anzumerken. Hinzu kam, dass der VfB schon in der ersten Szene einem Abspielfehler von Benjamin Schöckel nutzte. Johannes Rahn schob mühelos zum Stuttgarter Führungstreffer ein. Indessen schaffte es die VfR-Offensive nicht, Druck aufzubauen. In der Stuttgarter Hälfte fanden die Aalener kaum Anspielstationen vor, weil sie dem VfB in Kontersituationen zu viel Zeit gaben, sich wieder gut zu sortieren.

Der VfB zeigte in der 16. Minute seine Klasse bei einem scharfen Fernschuss von Daniel Didavi, den VfR-Torhüter Tobias Linse gerade noch über die Latte lenkte. Eine geschlagene halbe Stunde musste das Publikum auf den ersten richtigen Torschuss des VfR warten. Andersen kam aus spitzem Winkel zum Schuss, donnerte den Ball aber ans Außennetz. Nun steigerte sich der VfR von Minute zu Minute und drehte die Partie schließlich. Ein Flachschuss von Marco Sailer von der Strafraumgrenze landete in den Armen von VfB-Torhüter Sven Ulreich (31.). Aalen machte Tempo, der VfB hatte nicht mehr viel zu melden. Noch blieben die Gastgeber ohne Glück: Eine Flanke von Stegmayer (38.) drosch Sailer aus kurzer Distanz unter die Latte, der Ball landete aber nur auf Linie. Die Partie gewann an Spannung.

In der Pause brachte Sander Marco Haller für Kristoffer Andersen. Haller brachte dem Spiel weitere gute Impulse – in der 50. Minute ging ein Flachschuss von Lechleiter knapp am Pfosten vorbei. Haller selbst erntete in der 56. Minute Applaus, als er im Alleingang den flachen Abschluss aus 14 Metern fand, aber Ulreich zeigte wieder keine Blöße und hielt.

In der 61. Minute kam Steffen Bohl ins Spiel, der gleich eine hundertprozentige Chance präsentiert bekam. Doch aus zehn Metern traf er den Ball nicht richtig. Mit einer perfekten Flanke machte er den Patzer aber wieder wett, Sailer nutzte die tolle Vorlage eiskalt. Beim VfB machte sich langsam Frust breit, nach vorne ging nichts mehr. Der bereits gelbverwarnte Jeremy Karikari foulte Lechleiter – Schiedsrichter Kuno Fischer stellte den Stuttgarter vom Platz. Kurz darauf vollendete Bohl zu Siegtreffer für den VfR unter Mithilfe des Stuttgarters Rahn – die Krönung für Bohls starke Leistung.

Der Erfolg stärkt den VfR in doppelter Hinsicht: Einerseits halten die drei Punkte in der Tabelle den nötigen Abstand zur Abstiegszone, andererseits dürften die Spieler aus der Tatsache Kraft geschöpft haben, dass sie die Partie mit einer deutlichen Steigerung innerhalb des Spiels gegen an sich starke Stuttgarter drehen konnten. Zur Belohnung gab Trainer Sander seinen Jungs am Sonntag frei.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen