Sagnol gibt auf: Achillessehne beendet Karriere

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Deutsche Presse-Agentur

Trister Abschied für Willy Sagnol beim FC Bayern München: Der französische Fußball-Nationalspieler hat vor seinen anhaltenden Achillessehnen-Problemen kapituliert und seine Karriere mit sofortiger Wirkung beendet.

„Es hat keinen Sinn mehr“, habe ihm der 31-Jährige bei einem Treffen mitgeteilt, berichtete Bayern- Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der „Süddeutschen Zeitung“. „Denn egal, wie und was er trainiert, der Willy hat leider Schmerzen an seiner Achillessehne“, erklärte Rummenigge weiter. Sagnol, der seit Mitte 2000 in München spielte und als dienstältester Profi Publikumsliebling war, war im vergangenen August an der Achillessehne des rechten Fußes operiert worden. Den Anschluss schaffte er danach trotz diverser Anläufe nicht mehr.

„Deshalb müssen wir nun alle Verständnis haben, wenn ein Spieler uns sagt: 'Ich höre auf'“, sagte Rummenigge nach der Entscheidung des Verteidigers. Der bis 2010 laufende Vertrag des Franzosen soll bereits in den kommenden Tagen aufgelöst werden. Sagnol, der mit dem FC Bayern 2001 den Titel in der Champions League geholt hatte und zudem unter anderem fünf Meistertitel in München feiern konnte, will sich auf einer Pressekonferenz in München verabschieden und in seine Heimat zurückkehren. Von der kommenden Saison an soll der Münchner Publikumsliebling offenbar Manager beim französischen Erstligisten AS Monaco werden.

Bereits im November hatte Sagnol, der in dieser Saison kein einziges Spiel für den FC Bayern bestreiten konnte, angesichts seiner anhaltenden gesundheitlichen Probleme einen Rücktritt nicht mehr ausgeschlossen. „Es dauert jetzt schon viel länger als ursprünglich gedacht“, sagte er damals im französischen Fernsehen. „Besonders hart ist die Unsicherheit. Nicht zu wissen, in welcher Woche ich wieder angreifen kann.“

Im Winter-Trainingslager in Dubai hatte zuletzt auch Trainer Jürgen Klinsmann ein nahendes Ende der Profi-Karriere Sagnols angedeutet. „Es sieht sehr schwierig aus. Willy kann nicht einmal joggen. Er hat ständig Schmerzen“, berichtete der Coach über den Leidensweg des 31-Jährigen. „Ich bedauere das unglaublich, weil er ein absoluter Klassemann ist.“

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