Saab plant trotz Pleite neue Modelle

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Deutsche Presse-Agentur

Während Finanzexperten und Vorstand um einen Rettungsplan für Saab ringen, arbeiten die Entwickler weiter an den Neuheiten der nächsten Jahre. Trotz der Pleite plane das Unternehmen bis Mitte 2010 mindestens drei neue Modelle.

Das kündigte der schwedische Hersteller am Donnerstag (26. Februar) in Kiruna in Schweden an. Den Anfang macht im Spätsommer der Geländekombi 9-3X mit bis zu vier Zentimetern mehr Bodenfreiheit, wuchtigen Stoßfängern und auffälliger Beplankung an der Flanke. Ihn gibt es für 36 650 Euro als Fronttriebler mit einem 132 kW/180 PS starken Diesel (Verbrauch: 5,5 Liter, CO2-Ausstoß: 155 g/km) und ab 39 650 Euro mit einem zwei Liter großen Benziner. Der Turbo leistet 154 kW/210 PS (8,3 Liter, 199 g/km) und wird grundsätzlich als Allradler mit variabler Momentverteilung auf der Hinterachse ausgeliefert. Gegen Aufpreis gibt es diese Motorvariante auch mit Ethanol-Umrüstung.

Während der 9-3X nur ein Derivat des laufenden 9-3 ist, sollen spätestens im nächsten Jahr ganz neue Autos auf den Markt kommen. Nach bisheriger Planung zeigt Saab deshalb auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt (17. bis 27. September) den Nachfolger des 9-5. Die mittelfristig wieder als Limousine und Kombi geplante Neuauflage des Topmodells teilt sich die Technik mit dem Opel Insignia und soll Anfang 2010 in den Verkauf gehen.

Ein paar Monate später wollen die Schweden auch im Feld der Geländewagen antreten und gegen Volvo XC60 oder Audi Q5 den 9-4X ins Rennen schicken. Der Allradler basiert auf dem Cadillac SRX der scheidenden Mutter General Motors und soll sich kaum von der bereits vor Jahresfrist gezeigten Studie gleichen Namens unterscheiden.

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