Rutschfalle Fußmatte: Hauseigentümer haftet

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Deutsche Presse-Agentur

Hauseigentümer müssen sicherstellen, dass die Fußmatten vor ihrem Hauseingang im Winter keine Rutschgefahr darstellen. Andernfalls haften sie für die Folgen eines Sturzes, wenn jemand auf einer Fußmatte auf ihrem Grundstück ausrutscht.

Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins in Berlin unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts Coburg (Az.: 21 O 645/97) hin. In dem Fall rutschte eine Patientin einer Arztpraxis auf einer Gummimatte aus, die auf einer Holzbrücke über einem Teich lag. Sie stürzte und brach sich einen Wirbel und das rechte Handgelenk. Außerdem zog sie sich eine schwere Schulterverletzung zu. Die Frau verklagte den Arzt auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, weil dieser seiner Verkehrssicherungspflicht nicht genügt habe.

Das Gericht gab ihr recht. Es sei allgemein bekannt, dass Brücken im Winter durch aufsteigende Feuchtigkeit glatt werden können. Deshalb hätte der Beklagte sicherstellen müssen, dass die Gummimatte nicht wegrutscht. Das Gericht sprach der Klägerin ein Schmerzensgeld in Höhe von 13 000 Euro sowie Schadensersatz zu.

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