Rund 200 Gäste kommen zum schwäbischen Abend

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 Der MGV Steinhausen-Muttensweiler begeistert auf der Bühne.
Der MGV Steinhausen-Muttensweiler begeistert auf der Bühne. (Foto: Gerhard Rundel)
Schwäbische Zeitung

MUTTENSWEILER - Einen gemütlichen und humorvollen schwäbischen Abend hat der Männergesangverein (MGV) Steinhausen-Muttensweiler am Samstagabend unter dem Motto „Gsonga, gschwätzt und guat gessa“ in der Turnhalle in Muttensweiler geboten. Gelungene Liedbeiträge, köstliches Essen und humorvolle schwäbische Gedichte begeisterten die rund 200 Besucher in der ausverkauften Halle.

Mit dem Lied „Wir sind Oberschwaben“ zogen die 30 Sänger als Kellner uniformiert durch die Halle auf die Bühne. Für Gäste, die dem schwäbischen Dialekt nicht mächtig sind, war dieser Abend nur kulinarisch geeignet. Es wurden überwiegend Lieder und Geschichten mit schwäbischem Text vorgetragen. Es folgten die Chorsätze „Ich ging einmal spazieren“, das Quodlibet „Schwobagligg“ und das „Spätzles-Lied“. Hierbei gaben die Sänger im Refrain Frauen einen Tipp: „Wenn ma Spätzla macha ka, kriegt ma au en guata Ma.“

Bereits der vierte schwäbische Abend wurde dieses Mal geboten, sagte der Vereinsvorsitzende Josef Schneiderhan, der im Dialog mit Chorleiter Matthias Wolf für eine humorvolle Begrüßung der Gäste sorgte. Es gebe inzwischen viele Nachahmer von schwäbischen Abenden, sagte Schneiderhan, aber das Original bleibe beim MGV Steinhausen-Muttensweiler. Die Besucher wurden ebenfalls mit ins Programm eingebunden. Die Lieder „Horch, was kommt von draußen rein“, „Most-Lied“, „Jetzt gang i ans Brünnele“ und „Muß i denn“ waren auf einem Liedblatt vorbereitet und wurden zwischendurch gemeinsam gesungen. Dass es sich bei den Besuchern überwiegend um ein gesangsfreudiges Publikum handelte, war dabei deutlich zu hören. Welcher Ausdruck wird in den schwäbischen Haushalten am meisten gebraucht, war die Frage bei einem Quiz, bei dem drei Gewinner ausgelost wurden. Die richtige Antwort war natürlich Spätzle.

Matthias Wolf und Paul Eisele hatten viele schwäbische Gedichte für zwischendurch in ihrem humorvollen Gepäck und brachten die Lacher immer auf ihre Seite. Dabei ging es um den Religionsunterricht, den Schönheitswahn, eine Heiratsanzeige im Wochenblatt und viele andere lustige, teils frivole Geschichten.

Feinfühliger Gesang und reichlich Beifall

Ein Ensemble aus vier Sängern bot a capella sowie am Klavier begleitet von Simone Zinser die Lieder „Schwäbische Spezialitäten“, „sisch no net lang“ und „Männer ohne Bauch“.

Der MGV begeisterte im weiteren Verlauf mit schönen Liedern, wie „Gi-Ga-Gondele“ und „Hans bleib do“. Der Chor hat sich durch exakten, stimmigen und feinfühligen Gesang hervorragend gezeigt. Durch reichlichen Beifall konnten die Besucher den Sängern noch drei Zugaben entlocken. In seiner Dankesrede sagte Josef Schneiderhan dem Publikum: „Ihre Zufriedenheit mit dem Abend ist für uns wieder Ansporn, um diese Veranstaltung aufrechtzuerhalten“.

„Ich fand den Abend einfach super und perfekt“, lobte Bürgermeister Jürgen Schell. „Guter Chorgesang mit köstlichem Essen – einfach gelungen. Hier ist wirklich das Original der schwäbischen Abende zu Hause.“

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