Rumrich: Acton kommt nicht zurück
Rumrich: Acton kommt nicht zurück (Foto: wit)

Mit 500 Fans haben die Schwenninger Wild Wings den Kehraus nach der Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) begangen. Für insgesamt bisher 15 Spieler galt es dabei Abschied vom Neckarursprung zu nehmen, auch wenn das Team in der kommenden Woche noch zusammen trainiert.

„Aufgrund der schlechten Saison ist der Umbruch beim Kader unumgänglich“, sagte Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich unserer Zeitung. Er habe inzwischen mit allen Spielern Einzelgespräche geführt. „Alle sind darüber enttäuscht, dass wir Letzter geworden sind. Alle sind aber auch Profis und haben es verstanden, dass wir ihnen keine Vertragsverlängerung angeboten haben.“

Im Kader der nun für Schwenningen beendeten Saison sind zwei Personalien weiterhin offen. „Bei Kai Herpich sieht es gut aus, dass er bleibt. Bei Anthony Rech ist nach wie vor alles offen“, sagte Rumrich. Nach Informationen unserer Zeitung hat SERC-Toptorjäger Rech (19 Saisontore) mehrere Angebote von anderen DEL-Klubs vorliegen. Wie zu vernehmen war, will sich der 26-jährige Franzose bei seiner Entscheidung noch Zeit lassen.

Suche nach Verstärkungen beginnt in den USA

Rumrich meinte in seinem Saisonfazit, dass die Mannschaft den großen Rückstand zu den Play-Off-Plätzen, den sie sich schon bis zur Deutschland-Cup-Pause unter Trainer Pat Cortina eingefangen hatte, nicht mehr wettmachen konnte. „Die Mannschaft hat gekämpft. Der Abstand zu Rang zehn war aber schon zu groß.“

Ab dem kommenden Freitag weilt Rumrich mit Trainer Paul Thompson elf Tage in den USA. „Wir haben auch schon einige Spieler konkret im Auge, die wir beobachten wollen.“ Wichtig sind für den Manager folgende Eigenschaften, die die neuen Spieler haben sollten: „Sie sollten Scoring-Qualitäten aufweisen, einen guten Charakter haben, Führungsqualitäten aufweisen und auch eine gesunde Portion Härte mitbringen.“

Kurios: Erstmals werden die Wild Wings nach einem Saisonabschluss weiter zusammen auf dem Eis trainieren. „Die Spieler hatten jetzt einige Tage frei. Das Training mit einigen Tests ist Pflicht für alle, auch für die Abgänge. Es ist wichtig, dass sich alle fit halten, sonst ist die Pause bis zum Sommer zu lange“, sagte Rumrich über seine ungewöhnliche Maßnahme. Die Spieler erhalten im März noch Gehalt vom Klub, sollen deshalb diesem auch noch zur Verfügung stehen.

Die Tiefe des Kaders sei diese Saison in Ordnung gewesen, erklärte der Manager. Dass die Personaldecke am Ende dünn wurde, habe am Verletzungspech gelegen. Stefano Giliati und Vili Sopanen, die um vorzeitige Vertragsbeendigung gebeten hatten, habe man lediglich aus finanziellen Gründen vorzeitig gehen lassen. Rumrich dementierte Gerüchte, wonach es zu einer Rückkehr des einstigen Topscorers Will Acton von Nürnberg nach Schwenningen kommen könnte. „Das schließe ich aus“, sprach der Manager Klartext.

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