Schwäbische Zeitung

Gründungsdatum 1. Juli 1996 Anschrift August-Kirchner-Straße 14 59229 Ahlen Stadion Wersestadion (11 500 Plätze) Vereinsfarben rot-weiß 1. Vorsitzender Heinz Jürgen Gosda Cheftrainer Christian Wück (seit 1. Juli 2007) Mitglieder 1 000 Größte Erfolge Aufstieg in die 2. Bundesliga 2008 Internet www.rwahlen.de

Den Aufstieg von Rot Weiss Ahlen in die 2. Bundesliga kann man getrost als kleines Wunder bezeichnen. Noch vor zwei Jahren drohte nach dem Ausstieg von Präsident Helmut Spikker der finanzielle Ruin. Unter neuem Namen und mit veränderten Strukturen plant Rot Weiss Ahlen nun seine Zukunft in der 2. Fußball-Bundesliga.

Als LR Ahlen waren die Fußballer bereits 2000 in die 2. Bundesliga aufgestiegen, doch nach dem Abstieg sechs Jahre später zog sich Präsident Helmut Spikker zurück, dessen Unternehmen seit der Vereinsgründung 1996 als Hauptsponsor aktiv war. „Unser Club ist mit LR Ahlen nicht zu vergleichen, Spikker und seine Firma haben Jahr für Jahr viel Geld hinein gesteckt“, erläuterte der Clubvorsitzende Heinz-Jürgen Gosda, der die drohende Pleite nur mühselig mit Hilfe mehrerer Kleinsponsoren verhindern konnte.

Umso überraschender erscheint nun der Triumph der Münsterländer. Nach der an die Stadtfarben angelehnten Umbenennung in „Rot Weiss“ vor zwei Jahren wurde mit einem Etat von drei Millionen Euro auf Nachwuchskräfte gesetzt. „Wir hatten schon vorher eine starke Junioren-Abteilung, diese Philosophie passte ausgezeichnet in unseren Haushalt“, sagte Gosda, der dieses Konzept auch in der 2. Liga fortsetzen möchte.

Angeführt wird das junge Team vom Talent Kevin Großkreutz. Unterstützung kommt vom routinierten Torjäger Lars Toborg, der in der vergangenen Saison 23 Treffer erzielte. Mit dem erst 34jährigen Trainer Christian Wück verfügt Ahlen über einen der jüngsten Trainer der Liga. Doch Wück, der als Profi 167 Bundesligapartien für Nürnberg, Karlsruhe und Wolfsburg bestritt, gelang es in seiner ersten Station als Cheftrainer einen Kader zu formen der durch Entschlossenheit, Geschlossenheit und Kampfgeist überzeugte. Dank eines konstant starken letzten Saisondrittels düpierte Ahlen die Favoriten in der Regionalliga und zog souverän als Tabellenerster in die zweithöchste Spielklasse ein.

(Stand: Dezember 2008)

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