Riechtest entlarvt Chemikalien in Kleidung

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Schnüffeltest beim Kauf von Kleidung kann vor gefährlichen Chemikalien schützen. Riechen zum Beispiel Gummistiefel unangenehm, liegt das an den im Gummi enthaltenen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Die PAK dringen beim Tragen durch die Haut in den Körper und können Krebs erregen, erläutert Andreas Metzger vom TÜB Rheinland in Köln. Die Schadstoffbelastung sei nach einer Stunde Hautkontakt vergleichbar mit der von 1000 Zigaretten. Der Kunde lässt die Schuhe dann besser im Laden - und achtet auf Prüfsiegel, die geringe Schadstoffwerte garantieren.

Auch bei Lederkleidung empfiehlt Metzger ein Riechtest. „Erweckt bereits der Geruch Misstrauen, ist das Produkt aller Wahrscheinlichkeit nach belastet.“ Gegerbtes Leder enthalte oft Chromsalze, die die Haut reizen und Allergien auslösen können. Lederware aus Fernost sei zudem häufig mit Schadstoffen behandelt, die in Deutschland gesetzlich verboten sind und ebenfalls schwere allergische Reaktionen verursachen können.

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