Ribéry und Lahm fordern Verstärkungen

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Deutsche Presse-Agentur

Nach dem französischen Ausnahmekönner Franck Ribéry hat auch Fußball-Nationalspieler Philipp Lahm für das große Ziel eines Champions-League-Triumphes weitere Top-Transfers beim FC Bayern München gefordert.

„Man muss sich punktuell verstärken“, erklärte Lahm vor dem Rückrundenstart des deutschen Rekordmeisters im DFB-Pokal-Achtelfinale beim VfB Stuttgart. Der deutsche Rekordmeister müsse weiter „Leute mit Weltklasseformat holen“, sagte der Abwehrspieler an die Adresse des Vereinsvorstandes mit Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß.

Der 25 Jahre alte Abwehrspieler verwies bei seiner Forderung auf das Beispiel des englischen Meisters Manchester United: „Trotz des Champions-League-Gewinns hat Manchester im Angriff Dimitar Berbatow verpflichtet, um sich punktuell weiter zu verstärken.“ Zu Clubs wie Manchester United und dem FC Barcelona habe der FC Bayern aktuell „noch einen Abstand“, meinte Lahm. Er habe seinen Vertrag beim FC Bayern im vergangenen Sommer aber auch auch um drei Jahre bis zum 30. Juni 2012 verlängert, um mit dem deutschen Top-Club irgendwann die Champions League zu gewinnen.

Lahm glaubt, dass weitere Millionen-Investitionen in den Kader auch das beste Mittel sind, um den international umworbenen Ribéry in München halten zu können. „In der Champions League braucht man Spieler wie Franck Ribéry“, betonte Lahm.

Der 25-jährige Ribéry hatte zu Beginn des Jahres im Trainingslager des deutschen Meisters in Dubai keine Garantie dafür abgegeben, dass er seinen bis 30. Juni 2011 laufenden Vertrag in München erfüllen werde. Er sei für alles offen, hatte der Franzose bemerkt. Zugleich hatte er sich für personelle Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen stark gemacht. „Wichtig ist, dass der Verein sich bewusst ist, dass man sich verstärken muss“, hatte Ribéry erklärt.

Die Bayern haben bislang Stürmer Iviva Olic (Hamburger SV) zur kommenden Saison verpflichtet. Dazu gibt es eine Wechsel-Zusage von Mittelfeld-Talent Alexander Baumjohann (Borussia Mönchengladbach). International bemüht sich der deutsche Rekordmeister zudem um den ukrainischen Mittelfeldspieler Anatoli Timoschtschuk von Zenit St. Petersburg. Rummenigge und Hoeneß äußerten zuletzt Zuversicht, dass der über zehn Millionen Euro teure Ukrainer nach München wechseln wird.

In der Bundesliga hält Lahm auch den aktuellen Bayern-Kader für konkurrenzlos: „National kann uns keiner etwas vormachen. Wir haben den besten Kader und die beste Mannschaft. Wir können uns nur selbst im Wege stehen.“ Die Champions League konnte der FC Bayern bislang einmal - 2001 - gewinnen. Nach dem angekündigten Karriereende des französischen Nationalspielers Willy Sagnol steht im aktuellen Bayern-Kader kein Spieler mehr, der schon beim Triumph vor knapp acht Jahren in Mailand gegen den FC Valencia dabei war.

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