Rhizom-Sperre stoppt ausbreitungsfreudige Pflanzen

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Wucherer wie Giersch, Schachtelhalm oder Sachalinknöterich gelten als Unkraut. Aber auch Gartenpflanzen wie Bambus, Essigbaum (Rhus), Fiederspiere (Sorbaria) oder der Felberich Lysimachia ciliata 'Firecracker' treiben Ausläufer und können Probleme machen.

Das muss nicht sein, wenn schon beim Pflanzen klare Grenzen gesetzt werden, rät der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Stabile Rhizom-Sperren verwehren selbst starken Wurzeln das Durchkommen.

Bambusarten wie Phyllostachys oder Pleioblastus sollten nie ohne eine derartige Sperre gepflanzt werden. Sie bestehen aus 70 Zentimeter breiter und mindestens 2 Millimeter starker Kunststofffolie. Rund um das Beet oder die Pflanzstelle wird sie 65 Zentimeter tief eingegraben und dort wo die Enden zusammenstoßen, mit einer Aluminiumschiene fest verschlossen.

Die Sperre sollte 5 Zentimeter aus dem Boden ragen, um auch Wurzeln zu stoppen, die oberirdisch ausreißen wollen. Trotzdem wird zweimal im Jahr kontrolliert, ob sich Rhizome darüber geschoben haben - gegebenenfalls müssen sie abgeschnitten werden. Der Wurzelraum innerhalb der Sperre darf nicht zu eng bemessen sein, sonst kümmert die Pflanze. Eineinhalb Meter Durchmesser gelten beim Bambus als Faustregel.

Wichtig ist, sich vor dem Pflanzen über die Eigenschaften von Baum, Strauch oder Staude und den Standort klar zu werden. Denn steht der Essigbaum im Rasen, stutzt der Rasenmäher seine Ausreißversuche problemlos weg. Die Herzblatt-Aster (Aster schreberi) darf im Baumschatten, in dem sonst nichts wächst, ungebremst wuchern. Aber der rotlaubige Felberich 'Firecracker' oder die bunt-blättrige Houttuynia entfachen ihre Farben besser im Kübel.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen