Rettungskräfte und Feuerwehrleute (hier der Feuerwehrchor) werden immer häufiger Opfer von gewalttätigen Angriffen. Das geht au
Rettungskräfte und Feuerwehrleute (hier der Feuerwehrchor) werden immer häufiger Opfer von gewalttätigen Angriffen. Das geht aus einer Pressemitteilung der CDU-Abgeordneten August Schuler (vorne Vierter von links) und Raimund Haser (vorne Fünfter von links) hervor. (Foto: CDU)
Schwäbische Zeitung

Feuerwehrleute und Rettungskräfte werden in Baden-Württemberg immer öfter Opfer von Gewalt. Die Zahl der Angriffe auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte ist im vergangenen Jahr landesweit auf 190 gestiegen. Das sind fast viermal so viele Angriffe wie noch 2011. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion hervor. Wie die CDU-Landtagsabgeordneten Raimund Haser und August Schuler weiter mitteilen, ist der Landkreis Ravensburg dabei landesweit auf dem dritten Platz.

Demnach gab es im Landkreis Ravensburg 2019 elf Fälle von gewalttätigen Angriffen auf haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Mehr Angriffe gab es laut Pressemitteilung nur im Stadtkreis Stuttgart (18) und im Stadtkreis Mannheim (14). Im Bodenseekreis liegt die Zahl der Angriffe bei sechs, in Biberach bei einem.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser sagt: „Während sich der Landkreis Biberach, aus welchem die Illertalgemeinden zu meinem Wahlkreis gehören, auf konstant niedrigem Niveau bewegt, belegt der Landkreis Ravensburg einen dritten Platz im ganzen Land.“ Diese Zahl sei ein eindringlicher Appell an Gesellschaft und Politik, so die Abgeordneten Schuler und Haser. „Immer öfter schlagen unseren Einsatzkräften Hass, Beleidigungen und Gewalt entgegen. Immer öfter wird ihre Arbeit durch einen Mangel an Respekt erschwert. Gerade die Einsatzkräfte brauchen aber den Rückhalt aus der Gesellschaft. Denn sie können nicht frei entscheiden, ob sie sich in gefährliche Situationen begeben wollen oder nicht.“ Deshalb sei es wichtig, jeden Angriff auf die Einsatzkräfte umgehend und hart zu bestrafen, heißt es weiter. „Das Polizeipräsidium in Ravensburg war die richtige und wichtige Entscheidung für die Sicherheitsarchitektur in der gesamten Region“, so Schuler.

Die Problematik der steigenden Gewalt gegenüber Einsatzkräften habe Raimund Haser bei seinen Polizeibesuchen in Vogt und Isny angesprochen. „Für mich ist Farbe, Herkunft und Motiv zweitrangig. Manchen fehlt es schlicht und einfach an Respekt. Um dem zu begegnen müssen wir insgesamt, also in Gesellschaft, Politik und Justiz, neue Wege gehen,“ so Haser. „Respekt gegenüber unserer Blaulichtfamilie heißt Respekt vor dem Staat, vor Ehrenamtlichen, vor Menschen, die Gutes leisten für die Gemeinschaft. Deshalb ist es auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dieser – in ihrer Dimension neuen – Form der Respektlosigkeit entgegenzutreten. Wir dulden nicht, dass Menschen, die sich für uns einsetzen, Angst um ihr Leben haben müssen.“

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