Rentnerin geht mit D-Mark einkaufen und glaubt an Kriminalfall

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Deutsche Presse-Agentur

Mit einem Griff in ein altes D-Mark-Portemonnaie hat eine Rentnerin im Allgäu einen vermeintlichen Kriminalfall ausgelöst. Die 74-Jährige blitzte bei einer Supermarktkassiererin in Marktoberdorf (Kreis Ostallgäu) mit ihrem Geldschein ab, als sie bezahlen wollte.

Wie die Polizei am Freitag berichtete, weigerte sich die Mitarbeiterin, den Schein anzunehmen. Daraufhin hielt die Seniorin den Schein für Falschgeld und ging zur Polizei.

Die Beamten brauchten allerdings nicht groß ermitteln: Die 74-Jährige hatte am Donnerstagnachmittag statt mit einem Fünf-Euro-Schein mit einem alten Fünf-Mark-Schein bezahlen wollen.

Die vermutlich sehr junge Kassiererin kannte diesen Schein wahrscheinlich gar nicht mehr“

„Die vermutlich sehr junge Kassiererin kannte diesen Schein wahrscheinlich gar nicht mehr“, kommentierte ein Polizeisprecher das Missgeschick. Wie sich herausstellte, hatte die Rentnerin daheim noch einen Geldbeutel mit Banknoten der im Jahr 2002 abgelösten Währung. Bei dem Gang in den Supermarkt hatte die Frau schlicht die falsche Börse mitgenommen.

Auch 16 Jahre nach der Währungsumstellung sind noch viele D-Mark-Münzen im Umlauf.
Auch 16 Jahre nach der Währungsumstellung sind noch viele D-Mark-Münzen im Umlauf. (Foto: ARchiv/Wüstneck)
Haben Sie noch D-Mark Zuhause?
Am 20. Juni 1948 also heute vor 70 Jahren erhielt jeder Bürger 40 D-Mark. Ab diesem Tag, bis zur Einführung des Euros im Jahr 2002 war die Deutsche Mark die gültige Währung. Mit Nostalgie denken viele an diese Zeit zurück und so sind bis heute noch 12,6 Mrd. Mark im Umlauf. Von den Bankfilialen in der Region heißt es, dass nach wie vor regelmäßig Kunden am Schalter stehen, um das Geld in Euro zu tauschen. Deshalb haben wir Ihnen heute mal die Frage gestellt, ob Sie noch D-Mark zu Hause haben.
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