„Religulous“: Aberwitzig-bissige Doku

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Deutsche Presse-Agentur

Die Wortschöpfung ist Programm: „Religulous“ ist zusammengesetzt aus den englischen Begriffen für religiös und lächerlich. Die Dokumentation des „Borat“-Regisseurs Larry Charles nimmt die Religionen und ihre Auswüchse auf die Schippe.

Dabei greift er auf eine denkbar einfache Methode zurück: Man muss den Menschen nur ein Mikrofon vor die Nase halten, und schon reden sie sich um Kopf und Kragen. Der politisch inkorrekte und Emmy-verwöhnte US- Fernsehtalker und Komödiant Bill Maher reist durch Europa und die USA, um dort einer bunten Mischung unbeirrbarer Gläubiger gehörig auf den Zahn zu fühlen. Er befragt beispielsweise Trucker, die in einer Highway-Kapelle beten, TV-Prediger, die sich dekorieren wie Zuhälter, missionierte Schwule, einen Rabbi in Jerusalem, mormonische Aussteiger und einen Priester aus dem Vatikan. Dabei wird offensichtlich, dass so mancher gehörigen Unfug glaubt, ohne recht begründen zu können, weshalb. Unglaublich ist vor allem, dass sich die Befragten überhaupt auf diesen spöttischen Ungläubigen eingelassen haben.

(Religulous, USA 2008, 101 Min., FSK ab 6, von Larry Charles, mit Bill Maher)

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