Reitsport von seiner schönsten Seite

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 Julia Güthling auf Carry me
Julia Güthling auf Carry me (Foto: Janina Sanwald)
Stefanie Böck

Schöner kann sich Reitsport nicht präsentieren: „Bestes Wetter, toller Platz, top Niveau, keine Verletzungen und reihenweise zufriedene Teilnehmer“, fasste Richterin Tanja Fimpel aus Kißlegg das Turnier des Reit- und Fahrvereins Isny-Rohrdorf am Wochenende in Ratzenhofen zusammen.

Auf Platz eins der Erfolgsliste der 35 Vereine stand am Ende der Gastgeber selbst: Für Isny-Rohrdorf ernteten 32 Reiter auf 41 Pferden zusammen 162 Punkte, vor Ailingen auf Platz zwei mit 66 Ranglistenpunkten. „Bei uns waren vor allem Nachwuchsreiter am Start“, fasste Vereinschef Johannes-Georg von Olnhausen stolz die Teilnehmerstruktur der Isnyer Pferdetage zusammen. „Wir bieten im Herbst den jungen Reitern aus der Region professionelle Startbedingungen.“ Die viele nutzten und ihr Bestes gaben: Die erfolgreichste Reiterin des Turniers war mit 51 Ranglistenpunkten Nele Strasser aus Bad Wurzach. Noch keine Punkte, aber Medaillen und Schleifen gab es für die Reiter der Führzügenklasse: Hier war der jüngste Teilnehmer Finn Laupheimer erst vier Jahre alt und erreichte maximal motiviert Platz drei in seiner Abteilung. Vereinskollegin Frieda Biesinger aus Isny überzeugte mit einem schon recht sicheren Sitz und ihrem Opa Franz Biesinger am Führstrick in der Abteilung der Minis und wurde Zweite. In der schwierigsten Prüfung des Turniers, einem Zwei-Phasen-Springen der Klasse L, siegte Julia Güthling vom Isnyer Verein mit ihrer Stute Carry Me. Mit null Fehlern und als schnellste im Stechparcours setzte sie sich knapp vor Vereinskollegin Carina Wolff mit ihrer Stute Colada. Zufrieden war auch Kim Zengerle, die auf ihrer Stute Leonie ihre erste Platzierung im L-Springen feierte – und das nach einem Sturz im vorangegangenen Springen. Ernsthafte Verletzungen gab es zum Glück das ganze Wochenende nicht. „Was sicher auch am guten Ausbildungsstand der Reiter lag“, fasste Richterin Kathrin van Waas am Ende des Turniers zusammen. Insgesamt waren die drei Richterinnen mit dem Niveau der Starter sehr zufrieden.

Die Voltigierer unter Leitung von Anne Weber zeigten auf dem großen Springplatz eine Kür auf dem Bock und als reitsportliches Highlight führte Parcourschef Martin Nepper das interessierte Publikum zwischen zwei Prüfungen durch den Parcours. Wo geht‘s lang? Wie reitet man die Hindernisse am besten an? Was ist der Unterschied zwischen „drüber klettern“ und „reinfliegen“ bei Kombinationen? Sogar geübtere Reiter lauschten den Ausführungen des Parcoursdesigners gespannt. So entstand rundherum offenbar ein guter Eindruck bei den Gästen. Parkplatzwart Sven Hailer berichtete von vielen Teilnehmern, die sich bei der Abreise extra bei der emsigen Aufsicht bedankten für die schöne Veranstaltung. „Das war dieses Jahr wirklich auffällig“, sagt der junge Mann, der seit Jahren zuverlässig mit seinem Kollegen für Ordnung rund um den Reitplatz sorgt. Sein Fazit: „Laut Teilnehmer scheint Isny wirklich ein außergewöhnlich schönes Turnier zu sein.“

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