Reinhardt-Kaserne Ellwangen: Hier werden keine Gefechte mehr simuliert

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14 Jahre lang sind in der Reinhardt-Kaserne am Computer Gefechte simuliert worden. Rund 20 000 militärische Führer sind damit auf ihre Aufgaben vorbereitet worden. Doch die permanente Umstrukturierung des Heeres will es anders. Jetzt ist das Gefechtssimulationszentrum Sira offiziell aufgelöst worden.

Waren einst umfangreiche reale Truppenübungen mit einer Menge an Schiedsrichtern notwendig, um Gefechtssituationen einzuüben und dabei auch militärische Führer auf ihre Aufgaben vorzubereiten, so hat ab 1996 zumindest einen Teil davon in der Bundeswehr das rechnergestützte Gefechtssimulationssystem Sira übernommen. Mit anfänglich sieben Standorten in Deutschland, einer davon in der Reinhardt-Kaserne. Der wird am 31. März nun Geschichte sein.

Die Auflösungsentscheidung habe weder an der Qualität der Ellwanger Sira-Arbeit noch am Standort gelegen, versicherten Brigadegeneral Wolfgang Krippl, Kommandeur der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik in Ingolstadt, und Oberst im Generalstab Ralf Broszinski, Gruppenleiter im Heeresamt, am Donnerstag beim offiziellen Auflösungsfestakt. Vielmehr, so Krippl, teile das Ellwanger Gefechtssimulationszentrum das Schicksal mit vielen anderen Heeresdienststellen, die im Rahmen des ständigen Prozesses der Umstrukturierung des Heeres wegfielen.

Mehr über das Ende des Gefechtssimulationssystems und das letzte große Ellwanger Sira-Projekt, ein Konzept für Feldlager in Afghanistan, lesen Sie in der Ausgabe der Ipf- und Jagst-Zeitung / Aalener Nachrichten vom 12. März.

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