Reh neben der Straße ausgewichen: Teilkasko haftet

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Deutsche Presse-Agentur

Wenn ein Autofahrer einem Reh ausweicht, haftet die Teilkaskoversicherung - auch wenn das Reh neben der Straße stand. Darauf weisen die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltvereins in Berlin hin.

Sie berufen sich hierbei auf ein Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 345 C 3874/08). In dem Fall war eine junge Frau nachts in einer Kurve einem Reh ausgewichen, das neben der Straße stand. Der Wagen schleuderte ins Unterholz, es entstand ein Schaden von 4500 Euro. Diesen wollte die Versicherung nicht übernehmen, weil das Ausweichmanöver unnötig gewesen sei.

Der Vater der Frau klagte dagegen und bekam Recht. Das Gericht befand das Verhalten der Fahrerin für nachvollziehbar, auch wenn kein unmittelbarer Zusammenstoß mit dem Reh drohte. Die Frau habe die Reaktion zurecht als geboten erachtet, um sich und die Mitfahrer vor einem Unfall zu schützen.

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