Rebweiber aus Betznau feiern ihr 25-jähriges Bestehen mit einem sonnigen Geburtstagsumzug

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Ein verkleideter Narr mit einer Vogelmaske
Vögel füttern mal andersrum: Da bekomen kleine Kinderhände auch mal was von einem großen, knallbunten Federvieh. (Foto: Olaf E. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Mit einer beachtlichen Zahl von Gästen haben sich die Narren am Sonntag bei bestem Umzugswetter zum Jubiläumsumzug auf die Betznauer Sträßlein begeben. Der Umzugsweg ging durchs ganze Örtchen und endete am Festplatz mit Narrenbaum und Bewirtungszelten.

Wie Zunftmeister Manfred Sauter resümierte: „Alle sind gekommen – das ist toll, aber da hatten wir wirklich alle Hände voll zu tun.“ Schon die Vorbereitungen seit August seien nicht ohne gewesen – und bis Montag soll alles wieder aufgeräumt sein. Sowohl die Bewirtung mit mehreren Festzelten als auch Organisation und Aufbau hat die mit 40 Mitgliedern relativ kleine Zunft gut gelaunt gestemmt.

Nur bei der Security gab es Unterstützung. Und freilich aus dem Ort selbst. Man sei sehr dankbar, dass Platz und Gebäude seit Jahren von der Familie Rottmar zur Verfügung gestellt werden, betonte der Rebweiber-Zunftmeister. Um dann gleich als einer der Umzugsmoderatoren auf den Lautsprecherwagen zu steigen. Beim ausgiebigen Zunftmeisterempfang davor, gab es auch Motivierendes und Dankbares von Gründungsmitglied Florian Keller zu hören. Insgesamt freuten sich die Rebweiber über viele freundliche Beiträge zum 25-Jährigen.

Dann tobten ab 13.59 Uhr 30 Zünfte oder Kapellen durch das Örtchen. Da gab es Schabernack treibende Herzen, coole Lumpenkapellensounds und jede Menge staunenswerte Masken und Häser. Dazu standen viele Kinder und Jugendliche am Straßenrand, von denen die Kinder reichlich Süßigkeiten überreicht bekamen während für den einen oder anderen Teenager der Fasnetsumzug im Netz oder auf der Hexenbank endete. Für manche gab es auch eine Extraportion Konfetti, Sägespäne oder Schreddermüll beziehungsweise wenig weihevolles Weihwasser mit der Klobürste verteilt.

Die Rebweiber selbst sind beim Umzug nicht zum Einsatz gekommen, so hat die Zuschauerschaft auf die Riesenrätsche verzichten müssen, denn zu vielfältig war der Arbeitseinsatz der Zünftler. Besonders habe man sich über die zahlreich gekommenen Besucher, Mitwirkende und Gratulanten gefreut, war zu erfahren, denn ob in Verbänden organisiert oder freie Zunft – zu den Rebweibern nach Betznau ist man wohl gerne gekommen.

Vizezunftmeisterin Michaela Baumann hatte noch eine andere Erklärung. Sie bilanzierte: „So tolles Wetter hatten wir noch nie bei unserem Umzug – ein echtes Geburtstagsgeschenk!“ Das hat zu vollen Straßen geführt, obwohl ein befürchtetes Parkchaos ausblieb, wobei sich so viele Narren aus dem Argental und der Umgebung eingefunden haben. Und auch vor und nach dem Umzug herrschte in den Hinterhöfen und einzelnen Gehöften, wo sich die Gruppen sammelten, beste Stimmung und in jeder Ecke fand sich ein Grüppchen zusammen. In den Festzelten wurde ebenfalls noch bis in die Abendstunden weiter gefeiert und es erscholl immer mal zu Ehren der Geburtstagszunft: „Rebweib Rätsch!“

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