Rauchen verschlechtert Verlauf von Morbus Crohn

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Rauchen verschlechtert den Verlauf der Darmkrankheit Morbus Crohn dramatisch. Darauf wies Prof. Axel Dignaß von der Goethe-Universität in Frankfurt bei einem Kongress der Europäischen Crohn & Colitis Organisation (ECCO) in Hamburg hin.

Demnach müssten erkrankte Raucher öfter operiert werden und erlitten die gefährlichen Krankheitsschübe häufiger als Patienten, die nicht rauchen. Morbus Crohn ist eine geschwürige, chronische Entzündung des Verdauungstrakts. Bei den meisten Patienten ist der letzte Abschnitt des Dünndarms betroffen.

Nach wie vor sei zwar die Ursache der Krankheit noch nicht restlos geklärt. Eine genetische Veranlagung in Kombination mit Umweltfaktoren wie Ernährung, Stress, schlechten hygienischen Bedingungen oder der Antibaby-Pille gelten den Angaben zufolge aber als wahrscheinlich. Besonders das Rauchen wirke sich äußerst negativ auf die ohnehin von der Krankheit angegriffene Darmschleimhaut und das Immunsystem aus. Laut Dignaß zählt es zu den ungünstigsten Einflussfaktoren auf die Darmerkrankung, die meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auftritt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen