Radspitz und Saubartln rocken das Zelt

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MAHLSTETTEN (flk) – „Die Schwaben kommen spät – aber sie kommen“, so lautete die Quintessenz, die Frontmann Klaus Pfreundner von der Gruppe Radspitz am Samstag aus dem Auftritt im Zelt beim Heuberg-Wanderpokalturnier in Mahlstetten zog.

Und damit hatte der sympathische Keyboarder und Sänger der aus Weißenbrunn in Oberfranken angereisten Party-Power-Band Recht. Während im hinteren Drittel des Festzelts in der Nähe des Eingangs ständig dichtes Gedränge herrschte, blieb vorne die Tanzfläche anfangs komplett leer. Erst nach mehr als einer Stunde trauten sich die ersten Gäste zögerlich nach vorne.

Mit Pary-Hits wie Matthias Reims „Verdammt ich lieb dich“, Walk The Moons „Shut Up And Dance“, Die Ärztes „Westerland“, Kerstin Otts beziehungsweise . Stereoacts „Die immer lacht“ oder Peter Schillings „Völlig losgelöst“ gaben sich die Jungs von Radspitz alle Mühe, sodass Pfreundner – wenn auch erst kurz nach Mitternacht – zufrieden feststellte: „Jetzt seid ihr endlich auf Touren gekommen.“

Zwischendrin erklangen auch ruhigere Songs wie „Das was ich will bist du“ (Münchner Freiheit) oder „Angels“(Robbie Williams)“, ehe Radspitz zum Schluss mit Rockmusik wie beispielsweise ACDC’s „Highway to Hell“ noch einmal so richtig Gas gab die Gäste immer wieder nach Zugaben verlangten.

Insgesamt war es ein gelungener Party-Abend, auch wenn die reservierten Schwaben erst spät den Weg zur Tanzfläche fanden. Das Gelingen war nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken, dass „SMRE“ (Daniel Smrdel), der Sänger der Gruppe Freibier eingesprungen war und den kurzfristig verhinderten Radspitz-Sänger Lars Rau ersetzte.

Am Samstagabend begeisterte viereinhalb Stunden lang die österreichische Band Saubartln im Mahlstetter Festzelt beim Sportplatz am Samstagabend die Gäste mit ihrer stimmungsvollen Volxrock-Musik.

Auch wenn das Musikrepertoire des ersten Teils und auch einzelne Lieder des weiteren Programms an das der Gruppe Radspitz vom Freitag erinnerten, so schaffte es Saubartln doch, dem Samstagabend seinen eigenen Charakter zu verleihen. Das lag nicht nur daran, dass der Freitagabend als Dirndl- und Lederhosenparty angesagt war.

Hatten die Veranstalter am Freitag vor der Bühne noch viel Platz für eine große Tanzfläche gelassen, die allerdings anfangs zu wenig genutzt wurde, so baten die Musiker aus Bergheim bei Salzburg die Veranstalter, dass die vorderen Tischreihen vom Festzelt-Betrieb am Tag stehen bleiben. Die verbleibende Tanzfläche wurde dadurch zwar kleiner, aber dennoch herrschte von Anfang an das Gefühl, dass Gäste und Musiker in einem Dialog stehen. Denn nicht nur die Tanzfläche wurde genutzt: Die Heuberger lassen sich zum Feiern wohl eher zum Mitklatschen auf den Bänken stehend als zum Tanzen auf eine Tanzfläche locken.

Nach der ersten Runde kamen die österreichischen Musiker und auch die Gäste so richtig in Fahrt, als gleich drei Bandmitglieder mit der steirischen Harmonika auftraten und auch zünftige Festmusik zum Besten gaben, die in unserer Region vielleicht nicht ganz so verbreitet ist. Typische Stimmungskracher, die man von Après-Ski-Partys kennt und Mallorca-Hits durften natürlich ebenso wenig fehlen wie Rockigeres wie zum Beispiel „Summer of 69“ von Bryan Adams, „I love Rock ‘n‘ Roll von Arrows oder „T.N.T.“ und „Highway to Hell“ von ACDC.

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