Radfahrer passieren Hindernisse auf eigene Gefahr

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Deutsche Presse-Agentur

Wer als Fahrradfahrer über ein gut sichtbares Hindernis fährt, macht das auf eigene Verantwortung. Kommt es zu einem Unfall, muss der Radfahrer selbst für den Schaden aufkommen.

Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein in Berlin hinweist (Az.: 232 C 7920/07). Eine Radfahrerin hatte von einem Sanierungsunternehmen Schadensersatz verlangt, weil sie über einen Schlauch gefahren und dabei gestürzt war. Diese Forderung wies das Amtsgericht ab.

Nach Angaben des Gerichts hätte die Frau den Schlauch auch ohne Warnsignale erkennen können. Hindernis und Baustelle seien gut sichtbar gewesen. Darüber hinaus waren Arbeiter in Warnwesten vor Ort. Die Radfahrerin hätte entsprechend vorsichtig fahren und vor dem Schlauch absteigen müssen.

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