Rückkehr von Podolski zum 1. FC Köln fast perfekt

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Deutsche Presse-Agentur

Lukas Podolski ist im Stürmer-Ranking des FC Bayern noch hinter Leihspieler Landon Donovan auf Rang vier zurückgefallen, trotzdem darf er jubeln. Die Ampel für eine Rückkehr zum 1. FC Köln im Sommer steht nach einem zähen Millionen-Poker der beiden Vereine endgültig auf Grün.

„Ich denke, dass wir bis Ende des Monats eine Lösung hinkriegen“, sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß in Dubai dem ZDF. Man sei bei den Ablösemodalitäten mit den Kölnern „nah beieinander“, es seien lediglich noch „einige Kleinigkeiten zu regeln“.

Die letzten Details will Hoeneß nach der Rückkehr aus dem Trainingslager am 13. Januar mit seinem Kölner Kollegen Michael Meier aushandeln. „Ich denke, dass wir das hinkriegen.“ Er müsse dafür aber Einblick in die bestehenden Verträge haben. 10 Millionen Euro hatte Bayern im Sommer 2006 an Köln gezahlt, so viel soll auch die Rückkehr kosten. Für den endgültigen Vollzug des ersten großen Bundesliga-Transfers 2009 stehe man nicht unter Zeitdruck, betonte Hoeneß.

In dem knappen halben Jahr bis zur ersehnten Rückkehr nach Köln wird es „Prinz Poldi“ bei Bayern nicht leichter haben. Nachdem er in Dubai wegen eines Grippe-Infekts fehlte, wird er zu Rückrunden-Beginn nicht einmal mehr „Joker“ Nummer 1 sein. Der vorerst bis Mitte März ausgeliehene US-Amerikaner Donovan hat ihn verdrängt, wie Trainer Jürgen Klinsmann zum Abschluss der Übungswoche in Dubai verkündete: „Landon ist im Moment automatisch Nummer 3, weil Lukas seit zwei Monaten mit Krankheit und Verletzungen zu tun hat. Er muss erst einmal Aufbautraining machen, das braucht Zeit. Luca Toni und Miroslav Klose seien im Angriff gesetzt, erklärte Klinsmann: „Wenn sich vorne etwas tut, ist Landon danach erste Wahl.“

Nach einer „bestens verlaufenen“ Woche im warmen Dubai wird Donovan im ersten Testspiel in Abu Dhabi gegen Al Jazeera sein Debüt für Bayern geben. „Er wird von Anfang an spielen“, kündigte Klinsmann an, dem die dünne Personaldecke im Angriff einige Sorgen bereitet. „Es ist gut gegangen in der Hinrunde, Gott sei Dank. Ich hatte immer etwas Bammel, was passiert, wenn sich Luca oder Miro verletzen sollten“, verriet der Trainer.

Trotz der Forderung von Franck Ribéry nach Verstärkungen sieht Klinsmann den FC Bayern personell gerüstet für die Jagd nach drei Titeln. „Wir sind gut aufgestellt mit unserem Kader. Wir sind wettbewerbsfähig.“ Sorgen, dass sein französischer Top-Star wie angekündigt vor dem Vertragsende abwandern könnte, macht sich Klinsmann angeblich nicht. „Wir haben ihn Minimum bis 2011.“

Stars wie Ribéry wollten Erfolge und Titel. „Franck weiß sehr wohl, was er an Bayern hat“, meinte Klinsmann. In Dubai versetzte der Scherzbold seinen Team-Kollegen aber einen „kleinen Schock“, wie Tim Borowski berichtete. Ribéry hatte sich ans Steuer des Team-Busses gesetzt und bei einer Runde um das Hotel einen Unfall gebaut. „Wir sind froh, dass bis auf ein Schild niemand zu Schaden kam“, kommentierte Klinsmann: „Franck wollte einen Spaß machen.“

Das Lachen verging den Profis auch in mancher Übungseinheit. „Die Jungs haben sehr gut mitgezogen, auch in den Trainingseinheiten, die wehgetan haben“, lobte Klinsmann. Es wird um die Plätze gekämpft, aber die Elf, die zum Hinrundenende spielte, hat einen Vorsprung. „Das Grundgerüst steht“, sagte der Coach. Zur Stammelf zählt unter anderem Philipp Lahm, den Klinsmann am Freitag adelte: „Was Philipp seit längerem zeigt, ist Weltklasse. Er ist in Europa im Moment der beste Links-Verteidiger.“

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