Primeln in kalten Nächten schützen - Zeitung hilft

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Primeln lassen sich mit einer Tageszeitung vor frostigen Nächten schützen. Sie sollte abends über die Blumen gestülpt werden, rät Ralf Jung vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn.

„Dadurch entsteht ein kleines Luftpolster, das die Blumen vor Kälte und Wind schützt“, so der Experte. Am Morgen sollte die Zeitung aber wieder abgenommen werden. Ähnlich guten Schutz biete Tannenreisig, der auf die Blüten gelegt wird.

Grundsätzlich müssen sich Blumenliebhaber aber trotz des aktuellen Kälteeinbruchs wenig Sorgen um die ersten Primeln im Garten machen. „Primeln sind Pflanzen, die fürs raue Frühjahr gemacht sind. Sie sind sehr robust“, erklärt Jung. Mit Temperaturen bis minus drei oder vier Grad würden die Frühblüher fertig. Schließlich ständen sie auch in Gartencentern im Freien und seien abgehärtet. Erst ab minus fünf Grad seien weitere Schutzmaßnahmen notwendig.

Nach anhaltenden, starken Regenfällen kann es sinnvoll sein, die Blüten der Primeln genauer anzusehen. „Vermatschte Blüten, die aneinander kleben und braun werden, sollten herausgezupft werden“, rät Jung. Sie könnten vom Grauschimmelpilz befallen sein, der ansonsten auf andere Blüten übergreifen kann. Schwieriger sei es, die zarten Blüten vor Hagelkörnern zu schützen. „Wenn Sie schnell genug sind, können Sie eine Folie über die Blumen legen. Aber meist kommt der Hagel ja unerwartet.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen