Porträt: Lotto-Sprecher Sattler mag seinen Job

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Deutsche Presse-Agentur

Zwei Stunden möchte er beim Fußball schwitzen, bevor es am Samstagabend wieder um die weißen Lottokugeln und den 35- Millionen-Euro-Jackpot geht.

„Dann habe ich aber schon ein Fernsehinterview hinter mir“, sagt Klaus Sattler, der Sprecher des Deutschen Toto- und Lottoblocks, am Freitag in Stuttgart. In Super-Jackpot-Zeiten läuten die Telefone bei dem 56-Jährigen und seinen Kollegen aus der Pressestelle fast ununterbrochen. Derzeit zählen sie über 40 Medienanfragen pro Tag.

Der Badener ist seit 1989 Lottosprecher und gibt zu, „die Aufmerksamkeit auch zu genießen.“ Er sei ja nur ein Stellvertreter, besonders für die Arbeit der 24 000 Annahmestellen „draußen im Land, die machen 'nen tollen Job“. Er habe das Gefühl, dass das Medieninteresse fast das beim bisher höchsten Jackpot 2007 übersteige, sagte Sattler. „Es ist unglaublich.“ Gerad ist er aus Hamburg zurück, wo er Gast in der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner war.

„Es macht mir unheimlich Spaß, in der Öffentlichkeit mit Menschen in Kontakt zu treten“, sagt der gelernte Verwaltungswirt und erinnert sich, dass er mit dem PR-Geschäft als junger Mann anfing, als er den Schauspieler Luis Trenker in seinen Heimatort holte. Über verschiedene Stationen, etwa in Bonn und bei der baden- württembergischen Landesregierung, landete er schließlich beim staatlichen Glücksspiel.

Und auch wenn Sattler in den kommenden Tagen immer schauen muss, dass sein Handy aufgeladen ist, möchte er die Spannung und den Stress nicht missen. „Ich selbst spiele ja auch mit - aber seit Jahren mit den Geburtszahlen meiner Familie“, sagt der 56-Jährige. Mit mäßigem Erfolg: „Es hat einmal zu vier Richtigen und 80 Euro gereicht.“ Wem auch immer er am Montagmorgen vielleicht verkünde, dass er den Jackpot geknackt hat, dem rät er eins: „Nicht gleich die Fenster aufreißen und das allen erzählen - dann hat man mehr Freunde und Verwandte, als man bisher wusste.“

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