Porträt: Karl-Theodor zu Guttenberg

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Deutsche Presse-Agentur

Es wären zwei steile Karrieresprünge innerhalb von nur gut drei Monaten: Sozusagen kaum im Amt, ist CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg bereits für noch Höheres im Gespräch: das Amt des Bundeswirtschaftsministers.

Eine Überraschung ist das nicht, gilt er doch seit langem als Kandidat für wichtige Posten in der CSU. Bislang kennt sich Guttenberg vor allem in der Außenpolitik aus. Der Obmann der Unionsfraktion im Auswärtigen Ausschuss befasste sich zum Beispiel mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, der Russland-Politik oder mit dem Verhältnis zur Türkei. Der Rechts- und Politikwissenschaftler, der mit summa cum laude promovierte, hat aber auch Erfahrungen im wirtschaftlichen Bereich: als geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe.

Der 37-jährige Guttenberg entstammt altem christsozialen Adel. Er ist der Spross eines Geschlechts oberfränkischer Großgrundbesitzer - aus dem gleichnamigen Ort Guttenberg. Guttenbergs Großvater hieß ebenfalls Karl Theodor zu Guttenberg und war auch schon CSU-Politiker. Nur Vater Enoch schlug aus der Art - er wurde lieber Stardirigent.

Im Bundestag sitzt Guttenberg seit 2002. 2007 wurde er Bezirkschef der CSU Oberfranken - wobei er sich gegen Landesgruppen-Geschäftsführer Hartmut Koschyk durchsetzte. Der Nachwuchspolitiker hat ein gutes Verhältnis zum CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Der stets korrekt gekleidete und frisierte Guttenberg ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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