Politische Führer hoffen auf Neuanfang in den USA

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Deutsche Presse-Agentur

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärte sogar, er wolle mit Obama „die Welt ändern“. Die britische Queen Elizabeth II, die mit Obama bereits den 12. US-Präsidenten in ihrer Amtszeit erlebt, wünschte ihm alles Gute für die vor ihm liegenden Herausforderungen wie die tiefe Wirtschafts- und Finanzkrise. Für den israelischen Präsidenten Schimon Peres ist die Amtseinführung von Obama ein „großer Tag für die ganze Welt“. Der Iran hofft unterdessen auf ein Ende der seit rund 30 Jahren andauernden diplomatischen Eiszeit mit den USA.

Kanzlerin Merkel (CDU) sagte Dienstag im ARD-Morgenmagazin: „Ich hoffe, dass unsere Zusammenarbeit dadurch geprägt ist, dass man einander zuhört, Entscheidungen auf der Grundlage trifft, dass nur ein Land alleine die Probleme der Welt nicht lösen kann, sondern dass wir das nur gemeinsam miteinander schaffen.“ Merkel fügte hinzu: „In diesem Geist werde ich ihm auch begegnen.“ Obama trete in einer Zeit an, in der es viele Probleme zu bewältigen gelte. „Einmal die wirtschaftliche Situation in der Welt und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika, aber auch viele internationale Konflikte.“ Der Linksfraktionschef Gregor Gysi würdigte die Amtseinführung Obamas sogar als „Jahrhundertereignis“.

Der französische Präsident Sarkozy sagte, er könne es kaum erwarten, dass der neue US-Präsident „an die Arbeit“ gehe. Großbritanniens Premier Gordon Brown bot Obama eine enge Kooperation an. „Großbritannien steht bei den zahlreichen internationalen Herausforderungen, die vor uns liegen, für eine enge Zusammenarbeit mit der US-Regierung bereit“, zitierte ein Downing-Street-Sprecher aus einem Brief Browns an Obama. Obamas erster Besuch in London wird zum G20-Wirtschaftsgipfel Anfang April erwartet.

Papst Benedikt XVI. erinnerte Obama an die Herausforderung, die Welt von Armut, Hunger und Gewalt zu befreien. Er bete dafür, dass es Obama gelingen werde, „Verständnis, Kooperation und Frieden unter den Nationen“ zu fördern, hieß es in einem Telegramm des Papstes an den neuen Präsidenten.

Israels Präsident Peres sagte, mit Obamas Amtseinführung werde einer der größten Fehler der Geschichte, nämlich die Sklaverei, korrigiert. „Ich bete hier, dass Barack Obama ein großer Präsident der Vereinigten Staaten wird.“ Als großer Präsident müsse er für Frieden und gegen Terror kämpfen, die Umwelt verbessern und der jungen Generation eine bessere Zukunft bieten. Alle hofften, dass Obama mit gutem Willen und Dialog eine friedliche Lösung für alle betroffenen Parteien im Nahen Osten bringen könne.

Der iranische Außenminister Manouchehr Mottaki erklärte: „Wenn Obama den richtigen Weg wählt und die Vergangenheit hinter sich lässt, Feindschaft und Hegemoniestreben beendet und frühere politische Fehler nicht wiederholt, wird es keine Feindschaft geben.“ Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte zuvor gesagt, falls der von Obama ausgerufene Wandel stattfinde und eine Annäherung auf Respekt und Freundschaft basiere, „würden wir das sehr begrüßen“. In den vergangenen Jahren war der Ton zwischen Washington und Teheran wegen des Streits um das iranische Atomprogramm deutlich schärfer geworden.

Der seit 62 Jahren regierende thailändische König Bhumibol Adulyadej (81) wünschte den USA unter Obama mehr „Fortschritt und Wachstum“. Die Beziehungen des Königshauses zu den USA haben eine lange Tradition: Einer von Bhumibols Vorgängern, König Mongkut, hatte dem großen Vorbild Obamas, dem US-Präsidenten Abraham Lincoln (Amtszeit: 1861-1865) einen Elefanten zur Unterstützung im Bürgerkrieg angeboten.

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