„Platzfrage wurde verschleppt“

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„Platzfrage wurde verschleppt“
„Platzfrage wurde verschleppt“

Die Platzfrage in der städtischen Kinderbetreuung wurde lange verschleppt. Denn schon vor mehr als zwei Jahren zeichnete sich mit der Einführung des Ganztagsbetriebs ab, dass es eng wird. Hinweise der Eltern wurden überhört und werden auch heute mit dem Hinweis auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben abgegolten. Plagen die Verantwortlichen im Rathaus derzeit doch ganz andere Sorgen: es fehlen Kindergartenplätze für die neuen Kinder der Stadt. Deshalb sucht die Verwaltung nun eine „Übergangslösung“. Hätte sie sich um einen Ausweichplatz schon vor zwei Jahren gekümmert und beispielsweise einen Essensraum eingerichtet, wäre der Druck heute nicht ganz so groß – und ein Neubau wohl schon eher in Sichtweite.

Diese Kurzsichtigkeit geht zulasten der Kinder und Mitarbeiter. Statt eine Entspannung der bestehenden Raumsituation anzugehen, wird hingenommen, dass etwa Erzieherinnen täglich einen Gruppenraum in einen kleinen Speisesaal umbauen. Das ist lästig und kann gute Fachkräfte im Zweifelsfall auch mal zum Wechsel des Arbeitgebers motivieren. Moderne Kindergärten mit eigenem Essensbereich gibt es nämlich durchaus. Auch deshalb darf die Stadt mit dem Neubau nicht trödeln.

Dabei gilt es, weitsichtig zu planen. Nicht, dass es am Ende läuft wie in der Grundschule; deren schulbehördlicherseits prognostizierte Dreizügigkeit war von Anfang an zu klein gedacht und bescherte der Stadt eine weitere Platz-Baustelle.

p.stumm@schwaebische.de

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