Piloten besuchen Brandopfer in Australien

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Deutsche Presse-Agentur

Das Auftaktrennen der Formel-1-Saison in Melbourne steht auch im Zeichen der verheerenden Buschfeuer im Februar in Australien. Durch mehrere Aktionen wollen die Piloten ihre Verbundenheit mit den Brandopfern ausdrücken.

Weltmeister Lewis Hamilton und sein Teamkollege Heikki Kovalainen besuchten das Albert Hospital, in dem mehrere Leidtragende der Brände liegen. „Die Bilder von den Buschfeuern haben mich betroffen gemacht. Ich wollte den Opfern mein Mitgefühl ausdrücken und mir war es ein großes Anliegen die Patienten, die Leidtragenden, im Hospital zu besuchen“, sagte Hamilton, nachdem er mit mehreren Betroffenen gesprochen hatte.

Am Tag zuvor war BMW-Sauber-Testfahrer Christian Klien bei einer Aktion zur Unterstützung der Opfer mit einem Formel-1-Wagen durch Kinglake, nordöstlich von Melbourne, gerast. Der kleine Ort war bei dem Brand im Februar völlig zerstört worden. Lokalmatador Mark Webber von Red Bull setzt sich ebenfalls für die Leidtragenden der Katastrophe ein.

Die Feuer im Südosten Australiens hatten über 200 Tote gefordert. Sie waren die größte Brandkatastrophe in der Geschichte des Landes. Stark betroffen war die Region Melbourne im Bundesstaat Victoria. Allein in Kinglake, rund 60 Kilometer von Melbourne gelegen, starben bei den Bränden am 7. Februar über 40 Menschen. Insgesamt brannten nördlich der Hafenmetropole mehr als 2000 Häuser ab, über 7500 Menschen wurden obdachlos, tausende Hektar Land verbrannten.

Die Grand-Prix-Organisatoren hatten angesichts der Katastrophe ihren Slogan für das Rennen geändert. Statt „Melbourne Fires Up“ werben sie nun mit „Melbourne Gears Up“ („Melbourne ist bereit“)

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