Rainer Oberländer (links) mit seiner Familie bei der Verabschiedung aus Hummelsweiler.
Rainer Oberländer (links) mit seiner Familie bei der Verabschiedung aus Hummelsweiler. (Foto: Sorg)
Hermann Sorg

Gute fünf Jahre ist er in der Virngrundgemeinde Rosenberg als Seelsorger tätig gewesen: Pfarrer Rainer Oberländer. Jetzt wurde er feierlich verabschiedet. Oberländer wechselt nach Rechenberg.

Oberländers Seelsorgebereich umfasste bislang die evangelische Kirchengemeinde Hummelsweiler, wo er eine sogenannte unständige Pfarrerstellung inne hatte. Was bedeutet, dass ein Wechsel von vornherein klar war. „Eine Zumutung für die Pfarrerfamilie ist das schon“, sagte die verabschiedende Dekanin Friederike Wagner aus Crailsheim. „Aber der in Hummelsweiler sehr beliebte Pfarrer Rainer Oberländer wird nicht über den Jordan ziehen, sondern nur über die Jagst, nach Rechenberg und Weipertshofen. Er bleibt somit unserem Kirchenbezirk erhalten“, ergänzte die Dekanin mit einem Augenzwinkern.

Der Quereinsteiger in den Pfarrerberuf Rainer Oberländer war einst Jugendbildungsreferent bei der evangelischen Landeskirche gewesen und hatte erst später die Pfarrerausbildung begonnen, die er vor zwei Jahren in Hummelsweiler abgeschlossen hat. „Der Lebensweg hat immer etwas mit der Zeit zu tun“, sagte Oberländer in seiner Predigt, wo es ihm zunächst um die Bedeutung von Zeit ging. „Die Zeit hat für mich zwei Dimensionen, nämlich die ständige laufende Zeit, der Chronos.“ Diese Zeit sei in der „feinen Gemeinde Hummelsweiler“ vorbei. Zum anderen verstehe er unter Zeit den richtigen Zeitpunkt, den“ Kairos“, fuhr er fort. Und ein solcher Zeitpunkt sei mit seinem Abschied nun für ihn und seine Familie gekommen. Des Weiteren empfahl er den Hummelsweilermern auf „die Mitte“ zu sehen. Vieles Nebensächliche sei bald vergessen, das Richtige müsse getan werden. Und das sei nur möglich, wenn man bewusst durch die Zeit gehe.

Dekanin Friederike Wagner vom evangelischen Kirchenbezirk Crailsheim skizzierte den Werdegang Oberländers. Der Organist Rainer Zweigle, auch Dirigent des örtlichen Kirchenchores, umrahmte den Gottesdienst mit flottem Orgelspiel und erfrischenden Chorsätzen.

Beim anschließenden Stehempfang machte der gemischte Chor des Gesangvereins Frohsinn Hummelsweiler mit Alfred Förstner den Auftakt. Wohlwollende Gruß- und Abschiedsworte und kleine Erinnerungsgeschenke kamen von Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider, vom Vertreter der beiden katholischen Kirchengemeinden Rosenberg und Hohenberg, Rudolf Stöcker, von Rektor Joseph Ott, vom Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Vereine, Sieger Götz, von Bruno Föhl von der evangelischen Kirchengemeinde Honhardt und vom Vorsitzenden des Kirchengemeinderates Hummelsweiler, Andreas Humpfer.

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