Ekkehard Schmid

Die Wahlversammlung des Dekanats Allgäu-Oberschwaben hat Pfarrer Ekkehard Schmid aus Weingarten zum neuen Dekan des Dekanats gewählt. Die Pfarrer Anantham Antony aus Aulendorf, Dr. Claus Blessing aus Wolfegg und Hubertus von Freyberg aus Leutkirch unterstützen ihn zukünftig als stellvertretende Dekane.

Der 47-jährige Schmid, Pfarrer der Basilika-Gemeinde St. Martin, vereinigte im zweiten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen der Wahlversammlung auf sich und setzte sich damit gegen seine beiden Mitbewerber um das Amt des Dekans, Pfarrer Claus Blessing aus Wolfegg und Pfarrer Hubertus von Freyberg aus Leutkirch durch.

Schon im Vorfeld der Wahl erklärten sich alle drei Kandidaten bereit, bei einer Nichtwahl zum Dekan auch das Amt des stellvertretenden Dekans zu übernehmen. So reichte ein Wahlgang aus, in dem die Pfarrer Blessing, von Freyberg und als dritter Kandidat Pfarrer Anantham Antony mit der erforderlichen Mehrheit in das Amt der drei stellvertretenden Dekane gewählt wurden.

Ekkehard Schmid tritt die Nachfolge von Dekan Matthäus Karrer an, der im vergangenen Jahr von Bischof Dr. Gebhard Fürst in das Domkapitel nach Rottenburg berufen wurde.

Schmid stammt aus Ochsenhausen und begleitete schon einmal von 2003 bis 2007 im Dekanat Ochsenhausen das Amt des Dekans. Seit 2007 ist Schmid Pfarrer der Basilika-Gemeinde St. Martin in Weingarten. Er war seit 2008 stellvertretender Dekan des Dekanats Allgäu-Oberschwaben.

Als Dekan leitet Schmid im Auftrag des Bischofs das Dekanat. Das Dekanat Allgäu-Oberschwaben ist fast deckungsgleich mit dem Landkreis Ravensburg und besteht aus 113 Kirchengemeinden, die in 23 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst sind. Schmid ist Vorgesetzter der Pfarrer und hat die Dienstaufsicht über die kirchlichen Einrichtungen des Dekanats inne. Bei der Kandidatenvorstellung betonte Schmid: „Es ist dringend erforderlich die personellen Ressourcen in ein leistbares und sinnvolles Verhältnis zu den seelsorgerlichen Aufgaben und Erwartungen zu bringen und beharrlich nach den Prioritäten zu fragen. Ein Dekanat mit seinen Diensten und Gremien ist kein Selbstzweck und muss von allen als hilfreich und entlastend wahrgenommen werden.“ Insbesondere müsse, so Schmid, der Schulpastoral mehr Priorität eingeräumt werden.

Schmid verschwieg nicht, dass auch seine zeitlichen Ressourcen begrenzt sind. Er muss sein neues Amt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben als Pfarrer bewältigen. Und diese sind nicht wenige: Neben den normalen Verpflichtungen als Gemeindepfarrer trägt er als Basilika-Pfarrer die Hauptverantwortung für den Blutritt, ist konfrontiert mit der ungeklärten Zukunftsfrage des leer stehenden Benediktinerklosters auf dem Martinsberg und muss zudem momentan als Administrator die pfarrerlose Seelsorgeeinheit Zocklerland mit 11 kleinen Landgemeinde leiten.

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