PC-Markt in Deutschland wächst - „Netbook“-Boom

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Deutsche Presse-Agentur

Der Boom der Mini-Notebooks hat dem deutschen PC-Markt Ende 2008 ein kräftiges Wachstum trotz der allgemeinen Wirtschaftsschwäche beschert. Mit insgesamt 3,9 Millionen Geräten wurden im vierten Quartal 13,5 Prozent mehr Computer verkauft als ein Jahr zuvor.

Das berichtete das Marktforschungsunternehmen Gartner am Dienstag (3.2.). Für das Plus sorgten die Käufe der Verbraucher. Der deutsche Markt lag damit noch über dem europäischen Schnitt von 12 Prozent. Im gesamten Weltmarkt hatten die Marktforscher für den gleichen Zeitraum nur ein winziges Plus von 1,1 Prozent ermittelt.

Mobile Computer kamen in Deutschland auf einen Marktanteil von 66 Prozent. Die deutsche Wirtschaft sei von dem den allgemeinen Vertrauensverlust und sich verschlechternden Kredit-Konditionen stark getroffen worden, sagte Gartner-Analystin Meike Escherich. „Aber die deutschen Konsumenten widerstehen dem Abschwung mit ihrer anhaltend lebhaften Nachfrage nach Computern mit einem Wachstum von nahezu 35 Prozent.“

Von der neuen Geräte-Klasse der Mini-Notebooks - auch „Netbooks“ genannt - sei schätzungsweise eine halbe Million Geräte abgesetzt worden. Damit sei fast jeder fünfte mobile Computer ein Mini-Notebook gewesen. Die Geräte zu Preisen um 300-400 Euro sind derzeit ein Renner und treiben das Marktwachstum an - allerdings verdienen die Hersteller mit ihnen auch deutlich weniger als mit teureren Computern. Dagegen war das Geschäft mit Desktop-PCs in Deutschland erneut rückläufig, der Absatz ging hier im Jahresvergleich um 14 Prozent zurück.

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