„Partheysachen sind mit 2 kr. zu bezahlen“

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Schwäbische Zeitung

Der erste Bericht im Wochenblatt vom 1. Januar 1809 betrifft die „hochfürstliche Regierungsverordnung“ über die Errichtung einer öffentlichen Buchdruckerei (Zweigniederlassung) durch den Buchdrucker und Buchhändler Bartholomäus Herder und dessen Bruder Andrä in Sigmaringen, die am 24. Dezember 1808 erteilt worden war und die auch die Herausgabe des Wochenblatts betraf.

In der fürstlichen Verordnung wird es für dienlich erachtet, „sowohl allen diesseitigen Aemtern, als auch den, unter hiesiger Landeshoheit stehenden Pfarrern auf Rechnung der Heiligenpflege, und den sämtlichen Ortsvorstehem auf Rechnung der Gemeindekasse die Anschaffung dieses Wochenblattes hiemit aufzutragen“. Und es wird empfohlen, in dem Wochenblatt „alle ergehenden Landesverordnungen, alle amtlichen Bekanntmachungen und sonst gemeinnützige Aufsätze“ zu veröffentlichen.

In der Verordnung hieß es unter anderem: „Alle diejenigen Insertionen, welche von Amtswegen eingerückt werden müssen, werden unentgeldlich in das Wochenblatt aufgenommen, diejenigen Einrückungen hingegen, welche Kammeral- oder Partheysachen betreffen, sind mit 2 kr. auf die Zeile zu bezahlen“. Gerd Bantle

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