Ostdeutsche zahlen deutlich mehr für Strom

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Deutsche Presse-Agentur

Ostdeutsche zahlen durchschnittlich 7,8 Prozent mehr für Strom als Westdeutsche. Darauf weist das Vergleichsportal „Check24.de“ in München hin, das die Entwicklung der Strompreise vom 30. Juni 2007 bis zum 1. Januar 2009 untersucht hat.

Der Anstieg der Preise in diesem Zeitraum fiel im Osten Deutschlands mit 14,27 Prozent demnach höher aus als in den alten Bundesländern (12,18 Prozent). Ostdeutsche hätten im Untersuchungszeitraum im Schnitt 870 Euro für Strom gezahlt, Westdeutsche dagegen nur 807 Euro. Der bundesweite Durchschnitt betrug 817 Euro bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden pro Haushalt.

Die fünf Bundesländer mit den höchsten Strompreisen liegen den Angaben zufolge allesamt im Osten Deutschlands. Der höchste Anstieg der Strompreise wurde allerdings in Bayern registriert: Im Freistaat zogen die Preise in den vergangenen eineinhalb Jahren um 19,58 Prozent an. In Berlin hätten die Anbieter die Preise dagegen nur um 4,8 Prozent erhöht. In der Hauptstadt können sich die Bürger auch über den niedrigsten durchschnittlichen Strompreis freuen: Mit 733 Euro liegt er gut 150 Euro unter dem Thüringens (885 Euro).

Ein Grund für das deutliche Ost-West-Gefälle sei ein höheres Netzentgelt im Osten, so Daniel Friedheim, Sprecher von „Check24.de“. Die Betreiber gäben möglicherweise die Investitionen in die neue Infrastruktur an die Kunden weiter. Das Ungerechte daran sei, dass die höheren Strompreise in Ostdeutschland vielfach Menschen träfen, die ohnehin über ein niedrigeres Einkommen verfügten als ihre westdeutschen Mitbürger.

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