Opel-Betriebsrat: Es darf keine Schließungen geben

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Deutsche Presse-Agentur

Für den Kaiserslauterer Opel-Betriebsrat gibt es bei den Verhandlungen über ein Zukunftskonzept für den Autobauer Tabus. „Es darf keine Werksschließungen geben und es darf keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“

Das sagte Betriebsratschef Alfred Klingel am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Klar sei, dass es wegen des Einbruchs auf dem Automarkt Überkapazitäten gebe. Diese müssten aber auf anderen Wegen abgebaut werden. Eine Möglichkeit sei eine Arbeitszeitverkürzung, sagte Klingel.

In Kaiserslautern arbeiten 2400 Menschen in einem Komponentenwerk und 1100 Beschäftigte in der Motorenfertigung für Opel. Nach den Worten Klingels muss schnell ein tragfähiger Geschäftsplan für den Autobauer gefunden werden, der zum ums Überleben kämpfenden US-Konzern General Motors (GM) gehört. „Wir müssen schon sehen, dass wir das in den nächsten 14 Tagen, drei Wochen schaffen“, sagte Klingel. „Dann können wir uns an die Politik wenden und sagen: Wir haben jetzt einen Plan, brauchen aber Startkapital.“ Viel Zeit sei für einen solchen Plan nicht, betonte Klingel. „Wir müssen jetzt schnell irgendeinen Lösungsansatz finden.“

Der Mutterkonzern GM hat nach Angaben des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) bislang keine Pläne, deutsche Opel-Standorte dicht zu machen. „Es gibt keine Entscheidung zur Schließung von Standorten in Deutschland, auch nicht Bochum“, hatte Rüttgers in Detroit nach einem Gespräch mit GM-Chef Rick Wagoner gesagt. Eine langfristige Bestandsgarantie für die Opel-Werke erhielt er aber nicht.

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