Oft unbemerkter Gendefekt erhöht Lungenkrebsrisiko

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Deutsche Presse-Agentur

Ein oft von den Betroffenen unbemerkter Gendefekt verdoppelt das Lungenkrebsrisiko. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne unter Berufung auf eine Studie aus den USA hin.

Der Grund sei ein Mangel an dem Protein Alpha-1-Antitrypsin, der die Betroffenen empfindlicher gegenüber krebserregenden Stoffen macht, erläutert Prof. Helmut Teschler, Präsident der DGP. Träger des Gendefekts seien anfälliger für Schadstoffe aus dem Tabakrauch und sollten deshalb unbedingt auf das Rauchen verzichten.

Die Stoffwechselerkrankung Alpha-1-Mangel tritt den Angaben zufolge nur voll in Erscheinung, wenn das defekte Gen in doppelter Ausführung vorliegt. Träger eines defekten Gens bemerkten deshalb oft nichts, hätten aber trotzdem ein zweifach erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Betroffen seien häufig Personen, in deren Familie bereits Fälle von Lungenkrebs vorkamen. Sie sollten sich laut DGP auf den Mangel hin testen lassen. In der US-Studie wurden 1856 Lungenkrebspatienten untersucht, von denen rund 12 Prozent das defekte Gen in sich trugen.

Infos von Lungenärzten: www.lungenaerzte-im-netz.de

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