Obama - Hoffnungsträger für ein neues Amerika

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Deutsche Presse-Agentur

Barack Hussein Obama ist der Hoffnungsträger für ein liberales Amerika. Der 47-Jährige wird vor allem von der amerikanischen Jugend wie ein Rockstar gefeiert - er verheißt „Hoffnung“, „Wandel“ und „Versöhnung“.

Seit der schwarze Senator aus Illinois 2004 auf dem Parteitag der Demokraten in Boston mit einer brillanten Rede die Einheit und den Traum Amerikas beschwor, hat er es vom politischen Senkrechtstarter seiner Partei zum umjubelten Präsidentschaftskandidaten gebracht.

Weltweit errang der entschiedene Gegner des Irakkriegs mit Charisma und rhetorischer Brillanz eine Popularität, wie sie schon lange kein amerikanischer Politiker mehr hatte. Obama sei ein Politiker, „dessen Botschaft einer besseren und gerechteren Welt glaubwürdig klingt“, schrieb Ex-Außenminister Joschka Fischer.

Obamas Stärke liegt auch in seinem turbulenten, unsteten Lebensweg als Sohn eines schwarzen Gaststudenten aus Kenia und einer weißen Frau aus Kansas begründet. In seiner Kindheit wuchs er zeitweise (wegen des zweiten Ehemanns seiner Mutter) in Indonesien auf, wo er angeblich islamisch erzogen wurde. Später lebte er bei seinen Großeltern auf Hawaii, hatte laut seiner Autobiografie, die sich millionenfach verkaufte, mit vielen Problemen der Selbstfindung zu kämpfen. Der junge Obama nahm Drogen, gab sich Alkohol und Sexeskapaden hin.

Obama rang mit dem Leben wie mit Ideen, verschlang Bücher und tauchte ein in die heile Welt der Harvard-Universität, wo er in seinem Jura-Studium brillierte. Obwohl Obama mit enormem Fleiß an seiner Karriere arbeitete, zählten auch politisch Radikale sowie manch ominöse Gestalten aus der Halbwelt und sogar aus der Ex- Terrorszene Chicagos zu seinem Umfeld. In der wegen Kriminalität und Korruption berüchtigten Metropole arbeitete Obama lange Zeit als Sozialarbeiter, setzte sich geschickt und verbissen in der Partei durch. Hier lernte er auch seine überaus selbstbewusste Ehefrau Michelle kennen, mit der er zwei Töchter hat.

Der hochgewachsene, sportliche Senator kennt aus seiner eigenen Geschichte Unbillen und Schattenseiten des Lebens ebenso wie manch alltäglichen Rassismus in Amerika - und er verwirklichte mit enormem Ehrgeiz und großer Zielstrebigkeit seinen „amerikanischen Traum“ vom gesellschaftlichen Aufstieg aus dem Nichts.

Obama gilt als nachdenklicher, eher bedächtiger links-liberaler Politiker, der vor allem den Benachteiligten und sozial Schwachen helfen will. Obwohl er in der Außenpolitik ein entschiedener Gegner des Irakkriegs war, sieht auch er die Rolle der USA als Hüter von Freiheit und Menschenrechten in der Welt. „Ich bin nicht gegen alle Kriege, ich bin gegen einen dummen Krieg“, sagte er mit Blick auf den Irak. Auch ist Obama für die Todesstrafe, für Waffenbesitz und gegen einen Ausbau der Sozialhilfe wie in Europa. Obama verspricht Amerika einen neuen Politikstil, die Abkehr von Machenschaften und Lobbyisteneinfluss in Washington. Seine republikanischen Gegner verspotten ihn wegen seines Pathos als „Propheten“ - Obama selbst glaubt, dass er Amerika ein neues Gesicht in der Welt geben kann.

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