Null Watt und Touch-Bedienung: Trends auf der CeBIT

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Deutsche Presse-Agentur

Was gab es nicht schon alles auf der CeBIT zu sehen: sich selbst steuernde Autos, Regenschirme mit eingebautem Radio oder Kalorien zählende Handys etwa. Das Brot- und Butter-Geschäft der weltweit größten IT-Messe sind jedoch Notebooks und PCs.

Und auch in diesem Jahr fehlen Geräte dieser eher nüchternen Kategorie nicht auf der CeBIT (3. bis 8. März). „Always Internetted“ - also immer mit dem Internet verbunden zu sein - das sei das Thema der diesjährigen CeBIT, sagt Stefan Engel, Deutschland-Chef des Herstellers Acer Computer. „Netbooks sind das Tor zur Welt der mobilen Kommunikation und stellen den permanenten Zugriff auf die neuesten Informationen im Web sicher.“ Und so werden viele Hersteller ultramobile Netbooks auf der CeBIT zeigen, so Gabriele Dörries, Sprecherin der Deutschen Messe.

Zu den Pionieren in Sachen Netbooks zählt der Hersteller Asus. „Es tut sich eine ganze Menge“, sagt Pressesprecher Holger Schmidt. Zu dieser Menge zählt der Eee PC Touch T91. Dem Gerät fehlt wie allen Netbooks ein DVD-Laufwerk, dafür ist es mit einem auf den mobilen Einsatz ausgelegten Atom-Prozessor ausgestattet. Schmidt zufolge besitzt es ein neun Zoll großes Display. Das allein wäre nichts Besonderes. Allerdings lässt sich das Display schwenken, drehen und so herunterklappen, dass der Touchscreen wie bei einem Tablet-PC über der Tastatur liegt.

„Sie können es mit dem Finger oder dem Eingabestift bedienen“, erklärt Schmidt. Eine spezielle Software sorgt dafür, dass handschriftliche Eingaben auch erkannt werden. Ein TV-Tuner sowie ein GPS-Empfänger sollen optional erhältlich sein.

Das Eee Keyboard von Asus ist eine Tastatur mit eingebautem EeePC. Am rechten Rand stellt ein 5-Zoll-Display alle zur Bedienung notwendigen Informationen dar. Als eigentlicher Bildschirm soll zum Beispiel der Fernseher im Wohnzimmer dienen. Fernseher und Eee Keyboard werden laut Schmidt mit Hilfe einer drahtlosen HDMI-Schnittstelle - also über Funk - miteinander verbunden. Ein entsprechender Adapter für das TV-Gerät liegt dem Keyboard bei. Die Markteinführung ist für den Mai vorgesehen.

Netbooks gibt es auch auf dem CeBIT-Stand von Dell zu sehen. Der Hersteller zeigt dort unter anderem die Modelle Inspiron Mini 9 und das Mini 12 mit Windows Vista und eingebauter Webcam. Darüber hinaus präsentiert Dell neue Notebooks, zum Beispiel das Studio XPS 16 mit Breitbilddisplay im 16:9-Format.

Was PCs angeht, so werden auf der CeBIT viele Modelle zu sehen sein, die mit Intels Core i7 Chip arbeiten. Intel selbst will zeigen, was seine Rechenbausteine zu leisten vermögen. Das macht das Unternehmen laut Pressesprecher Martin Strobel unter anderem, indem es in Halle 25 Computerspieler bei den Intel Extreme Masters gegeneinander antreten lässt. 24 Teams kämpfen um Preisgelder. Auf Intels Business-Stand im Pavillon P33 wird zusammen mit Adobe demonstriert, wie die Bildbearbeitung mit aktuellster Hardware läuft.

Wie 2008 werden CeBIT-Besucher auch in diesem Jahr mit dem Schlagwort Green IT konfrontiert, so Messe-Sprecherin Gabriele Dörries. Es gibt keinen Bereich zwischen Netbook und Server, in dem Stromsparen keine Rolle spielen würde.

Fujitsu Siemens Computers zum Beispiel hat bereits einen Monitor auf den Markt gebracht hat, der im Standby keinen Strom mehr verbraucht. Nun soll eine entsprechende Stromspartechnik in diesem Jahr auch in PCs eingesetzt werden, sagt Thomas Karg, Marketing-Leiter bei Fujitsu Siemens in Deutschland. Der Hersteller will auf der CeBIT einen Null-Watt-PC vorstellen. Die ersten Modelle des Esprimo Green PC sollen Mitte 2009 in den Handel kommen.

Was man so alles aus einem Notebook im nüchternen Standard-Gehäuse machen kann, zeigen im Rahmen der Intel Centrino Modding Competition ausgewählte Bastler. Die Case-Modder dürfen das Äußere eines High-End-Notebooks beliebig umgestalten - nur funktionieren muss es am Ende noch. Die mit Aluminium, Airbrush oder Lichtern versehenen Werke werden auf der CeBIT ausgestellt.

Weitere Infos zur Messe: www.cebit.de

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