Nierenkranke achten besser auf phosphatarme Ernährung

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Deutsche Presse-Agentur

Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung sollten auf eine phosphatarme Ernährung achten. Da ihre Nieren das Blut nicht ausreichend filtern, leiden viele Nierenkranke an der sogenannten Hyperphosphatämie.

Das teilte der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mit. Diese könne zu Arteriosklerose, Osteoporose oder einem Herzinfarkt führen. Besonders viele Phosphat-Salze sind nach BDI-Angaben Fertiggerichten und Fast Food zugesetzt. Auch Fleisch und Wurst, Käse, Backwaren und Süßgetränke enthielten viel Phosphat, ebenso wie Milch- und Getreideprodukte sowie Nüsse. In einer US-Studie sei es gelungen, durch eine Ernährungsberatung den Phosphat-Spiegel Nierenkranker zu senken.

Insgesamt sollten Nierenkranke täglich weniger als 0,8 bis 1 Gramm Phosphat zu sich nehmen, empfiehlt der BDI. Der Phosphatgehalt im Blut sollte 5,5 Milligramm pro Deziliter nicht übersteigen. Reicht eine Umstellung der Ernährung nicht aus, könnten die Phosphate durch Medikamente im Darm gebunden werden, so dass sie nicht ins Blut gelangen.

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