Niemand mag Februare

Der Mai, wenn die Apfelbäume noch in Blüte stehen, soll beliebter sein als der Februar.
Der Mai, wenn die Apfelbäume noch in Blüte stehen, soll beliebter sein als der Februar. (Foto: Felix Kästle/dpa)
Schwäbische.de

Demoskopen sind Leute, die gerne wissen möchten, was andere Leute denken, um es wiederum anderen Leuten ungefragt zu sagen. Neulich hat die Deutsche Presse-Agentur (dpa) so eine Meinungsumfrage in Auftrag gegeben. Und zwar mit dem Ziel, herauszufinden, welcher der Lieblingstag der Deutschen ist. Und welcher der Lieblingsmonat. Warum die dpa das wissen wollte, ist nicht aus den repräsentativen Ergebnissen abzulesen. Vieles hat sich bestätigt, was man hätte wissen können. Etwa: Niemand mag Montage. Oder Februare.

Die Spitzenplätze unter den Wochentagen nehmen Freitag und Samstag ein. Wahrscheinlich wegen der Vorfreude auf den Sonntag. Bei den Monaten hat sich der Mai durchgesetzt. Wohl weil dann Spargelzeit ist und das lange Gemüse die langen Wintergesichter bei zunehmender Frühlingshaftigkeit aufhellt. Außerdem blühen die Obstbäume im Mai, was den Zustand allgemeinen Frohsinns zusätzlich verschärft.

Es spricht für die Arbeitsmoral in der BRD, dass nicht etwa klassische Urlaubsmonate wie Juli und August den Sieg davon getragen haben. Um einen Monat zu mögen, ist Erwerbstätigkeit also kein Hinderungsgrund. Um ihn nicht zu mögen, allerdings auch nicht. Damit hätte sich der Nutzen der Befragung wieder relativiert. Interessant wäre zu wissen, wie sich Leute an einem verregneten Montag im Mai fühlen. Oder an einem Februar-Mittwoch bei Föhnwetter.

Aber die Deutsche Presse-Agentur braucht ja auch in Zukunft noch etwas, wonach sie Leute fragen lassen kann, um es anderen Leuten dann ungefragt mitzuteilen. (nyf)

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