„Nie dachte ich ans Schreiben“

Lesedauer: 2 Min
Mittlerweile leidenschaftliche Schreiberin: Christel Voith.
Mittlerweile leidenschaftliche Schreiberin: Christel Voith. (Foto: hv)
chv

Name: Christel Voith (chv)

Alter: 75

Aufgabe: Freie Mitarbeiterin

„Gott sei Dank, mein letzter Aufsatz“, atmete die Abiturientin auf, als sie den Füller weglegte. Dann kamen die Referate im Studium. Nie hätte sie damals geglaubt, dass sie einmal leidenschaftlich für die Zeitung schreiben würde.

Nach sieben Kindheitsjahren in Madrid war ich zwölfjährig mit den Eltern nach Friedrichshafen zurückgekommen. Es folgten Schuljahre am GZG, 1956 noch mit 54 Schülern in der Klasse, dann Studium der Romanistik und Anglistik in Tübingen und Paris. Nach einer ersten Station als Gymnasiallehrerin in Trossingen ging’s bald zurück in die Heimat, ans GZG bis zur Pensionierung.

Als mein Mann 1976 gebeten wurde, für die Schwäbische zu berichten, dachte ich noch lange nicht ans selber Schreiben, doch im Juni 1983 brauchte der Tettnanger Lokalchef Peter Heidtmann dringend einen Berichterstatter für eine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Langsam wuchs ich hinein in die Kulturberichterstattung. Zu Vorträgen und Lesungen kamen das Theater, das Ballett, das Musiktheater und schließlich die Musik, die ich schon immer liebte. Die Bibliothek mit entsprechenden Handbüchern wuchs und wuchs, die Erfahrung auch. Bis heute sind auch viele Beziehungen gewachsen, so dass man nicht nein sagen kann, wenn beispielsweise ehemalige Schüler als Musiker auftreten oder Konzertreihen anstehen, deren Entwicklung man über Jahre verfolgt hat. Viel Schönes und Neues habe ich als freie Mitarbeiterin der Schwäbischen erleben dürfen und bin mit Freude dabei.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen