Neues Album von Jimmy Eat World: „Danke, Taylor Swift!“

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Jimmy Eat World
Gitarre und Schlagzeug: Jim Adkins und Zach Lind. (Foto: Thomas Frey/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Dass Jimmy Eat World einmal auf eine mehr als 25 Jahre dauernde Karriere zurückblicken würden, hätten sich die US-Rocker, die einst als Aushängeschild des Emo Rock galten, nicht träumen lassen.

„Als wir mit der Band gestartet sind, haben wir an höchstens acht Monate gedacht“, scherzt Frontmann Jim Adkins im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Dass wir also jetzt, nach so langer Zeit, immer noch in derselben Band spielen, ist absolut umwerfend.“

Jetzt erscheint „Surviving“, das zehnte Studioalbum von Jimmy Eat World. Im Gegensatz zum überproduzierten Vorgänger „Integrity Blues“ klingen die Musiker, die mit Anfang 40 noch sehr jugendlich aussehen, wieder erdiger. Ihrem Stil aus melodischem, temporeichen Rock bleiben sie treu. „Im Kern sind wir eine Gitarrenrock-Band“, betont Adkins. Das beweisen kernige Songs wie „Criminal Energy“ mit herrlichem Solo oder „Diamond“. „Delivery“ ist die Art von großer, amerikanischer Rockballade, die im Abspann eines Hollywood-Films laufen könnte.

Inhaltlich verarbeitet Songwriter Adkins eigene Selbstzweifel und die Angst vor Veränderung. „Ich glaube, wir zögern alle, etwas Neues auszuprobieren, selbst wenn wir mit unserer aktuellen Situation unzufrieden sind“, sagt Adkins. Man müsse sich selbst hinterfragen, und das sei unangenehm. „Denn das kratzt direkt an deinem Ego.“

Nach rund 25 Jahren im Geschäft wirken Jimmy Eat World zufrieden, obwohl - oder gerade weil - ihnen der ganz große Weltruhm verwehrt blieb. „Wir sind (als Band) nicht besonders groß“, scherzt Gitarrist Tom Linton. Und Adkins lacht: „Kein Mensch weiß, wer zum Teufel wir sind.“

Das stimmt allerdings nicht. Denn zu ihren Fans zählt Superstar Taylor Swift, die Jimmy Eat World auch schon mal auf die Bühne holte. „Ich sehe immer, wenn unsere Spotify-Zahlen hochgehen“, erklärt Adkins. „'Oh wow, in diesem Monat wurden wir viel häufiger gespielt! Ach ja, da hat Taylor über uns gesprochen.' Also, das hilft uns definitiv. Vielen Dank, Taylor.“

Website Jimmy Eat World

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