Neuer Bildungsweg im Handwerk gestartet

Neuer Bildungsweg im Handwerk gestartet
Neuer Bildungsweg im Handwerk gestartet (Foto: David_Spaeth)
Schwäbische.de

Eine Ausbildung im regionalen Handwerk ist oft nur der erste Schritt. Bachelor und Master Professional, Techniker und Betriebswirt ermöglichen es Handwerkern, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Noch einfacher ist das zukünftig über das Projekt „Exzellenz Handwerk“, wie die Handwerkskammer Ulm mitteilt. Die sogenannte Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen soll gestärkt werden. In Ulm entsteht ein komplett neuer Bildungsweg für die gesamte Bildungslandschaft in Deutschland und somit auch für den Bodenseekreis. Anfang Oktober sind erstmals acht Handwerker aus dem Elektro-Gewerk in die Pilotphase des Projekts gestartet. Ihre Fortbildung rund um die Gebäudeautomation durchlaufen sie an sechs regionalen Lernorten. Dazu gehören die Bildungsakademie und das Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien (WBZU) der Handwerkskammer Ulm, die Hochschulen in Ulm und Biberach sowie die Berufsschulen im Kammergebiet. „Dieser neue Bildungsweg stärkt unsere Handwerksberufe, weil klassische Berufsgrenzen überschritten werden. Wir schaffen mit ‚Exzellenz Handwerk‘ neue, fachübergreifende und moderne Qualifikations- und Bildungsprofile. So wird das Handwerk immer besser und geht mit der Zeit. Das ist unser eigener Anspruch - und zu Recht auch der Anspruch der Kunden an Handwerksleistungen“, sagt Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Digitalisierung, Klima, Energiewende, Wirtschaft 4.0 und Berufsbildung: All diese Themenfelder sind Arbeitsfelder für Handwerker, heißt es in der Mitteilung. Damit ein Kunde seine Geräte wie Jalousien oder Heizungen steuern kann, braucht es qualifizierte Fachkräfte, die diese Systeme installieren und vernetzen. Diese Art des Denkens erfahren Handwerker in ihrer Fortbildung im Bereich intelligente Gebäudetechnik und Systemvernetzung. Die Erkenntnisse aus dem jetzt gestarteten Pilotprojekt sollen zukünftig auch auf andere Gewerke übertragen werden.

Jugendliche, die einen Bachelor oder Master machen möchten, brauchen dafür also nicht zwangsläufig Abitur. Der Grundstein für einen solchen Karriereweg kann auch eine Ausbildung im Handwerk sein. Ein Beispiel: Drei Jahre Berufsausbildung, ein halbes Jahr Fortbildung, eineinhalb Jahre berufsbegleitend zum Bachelor Professional und zwei Jahre berufsbegleitend zum Master Professional.

Weitere Informationen gibt es unter: www.hwk-ulm.de/exzellenz-handwerk-innovet/

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