Neue Konzepte sollen den stockenden Tourismus im Ostalbkreis wieder ankurbeln

 Das Mountainbiken steht im Vordergrund vieler Gemeinden.
Das Mountainbiken steht im Vordergrund vieler Gemeinden. (Foto: Uwe Zucchi / dpa)
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Die Zahl der Touristen im Ostalbkreis ist 2021 das zweite Jahr in Folge zurückgegangen. Zwischen Januar und September 2021 wurden im Ostalbkreis rund 138 000 Gästeankünfte verzeichnet – 13,34 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr zuvor. Bei der Gesamtzahl der Übernachtungen war der Rückgang weniger drastisch: Sie belief sich auf insgesamt rund 351 000 Nächte, was etwa fünf Prozent unter dem Vorjahreswert liegt.

Nach der Ursache muss nicht lange gesucht werden: Die Corona-Maßnahmen machten es den Hotels und Gaststätten zeitweise unmöglich, Gäste zu beherbergen. Dennoch haben Kreis- und Gemeindeverwaltungen einiges geplant, um das neue Jahr zu einem touristischen Erfolg zu machen.

Markus Herrmann, Pressesprecher der Stadtverwaltung Schwäbisch Gmünd, betonte im Pressegespräch, dass das Tourismusangebot auf der Ostalb neu ausgerichtet werden müsse. Die Corona-Pandemie habe verdeutlicht, dass der Landkreis zu sehr auf Übernachtungen angewiesen sei. Er plädierte dafür, stattdessen das Angebot in Sachen Kulinarik, Kultur und Freizeit zu vergrößern. „Gerade in puncto Corona sammeln wir mal die ganzen tollen Angebote, die man draußen machen kann“, regte Herrmann an. Ricarda Grünig, Leiterin der Stabsstelle Tourismus im Landratsamt Ostalbkreis, stellte die Broschüre zum Schwerpunktthema „Garten und Parks“ der bevorstehenden Tourismus-Saison vor. In erster Linie soll diese dabei helfen, Ausflugsziele im Grünen zu finden. Sie könne aber auch genauso gut als Inspiration für den eigenen Garten genutzt werden, meinte Grünig. Die Broschüre kann beim Landratsamt kostenlos abgeholt oder per Mail geordert werden. Ergänzt wird sie vom Wandkalender „Wunderbare Gartenmomente im Ostalbkreis“.

Die neue Broschüre reiht sich in das bestehende Informationsmaterial für Wanderer und Radfahrer ein. Weitere Ausflugstips bieten der Entdeckerpass, die Ostalb-Tourismus Facebook- und Instagram Kanäle, sowie der Blog „Deine-Ostalb.de“. Um das Angebot für geschichtlich Interessierte zu erweitern, setzt die Stadt Bopfingen die Rekonstruktion des keltischen Fürstenhofs fort. Außerdem beteiligt sich der Ostalbkreis an einer überregionalen Broschüre zur Deutschen Limesstraße. „Kelten, Römer, Staufer – das ist ein Dreiklang, der macht den Ostalbkreis aus“, pflichtete Richard Arnold, Bürgermeister von Schwäbisch Gmünd, den Bestrebungen bei.

Sportlich steht unter anderem das Mountainbiken im Vordergrund vieler Gemeinden. Um ein friedliches Miteinander mit Wanderern zu ermöglichen, stellte Herrmann ein Ampelsystem vor, das an den bekannten Wegen Anwendung finden soll: Grün signalisiert den Radfahrern freie Fahrt, Orange Nutzung mit besonderer Rücksicht und Rot besser keine Durchfahrt.

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