Die Zuschüsse des Landes für die Betreuung von Kindern über drei Jahren sind für Nellingen rückläufig.
Die Zuschüsse des Landes für die Betreuung von Kindern über drei Jahren sind für Nellingen rückläufig. (Foto: Kuhn-Urban)

Der Haushalt ist solide, die Gemeinde Nellingen schuldenfrei: 13 Millionen Euro sollen in den Jahren 2018 bis 2023 investiert werden. Wichtig sei der Kommune zudem, dass die Vereinsförderung mit 35 000 Euro wie gehabt fortgeführt werden könne. Auf andere Bereiche schauen Kämmerer Werner Zimmermann und die Mitglieder des Gemeinderates mit Sorgen. Dazu gehört auch die Kindergarten-Situation.

Die Zuschüsse des Landes für die Betreuung von Kindern über drei Jahren sind mit 85 140 Euro rückläufig und decken 12,28 Prozent der Ausgaben für die Nellinger Einrichtung. „Das Thema wird uns intensiv in diesem Jahr begleiten“, so Zimmermann. Der Abmangel steige immer mehr. Es sei an der Zeit, die Kindergartengebühren anzuheben. Ein Weg führe daran – wahrscheinlich im kommenden Jahr – nicht mehr vorbei. In Nellingen kommt noch der nun erhöhte Personalaufwand hinzu. Zwei weitere Stellen wurden besetzt. So erhöhen sich die Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um 95 769 Euro auf insgesamt 393 451 Euro.

Abwassergebühr könnte auch steigen

2019 könnten auf die Nellinger Bürger auch Steigerungen bei der Abwassergebühr und der Abfallbeseitigung zukommen. Derzeit werde kostendeckend agiert, die laufenden Betriebskosten für den neuen Grüngutplatz bei der Kläranlage müssten allerdings noch eruiert werden.

Es gebe allerdings auch einiges Positives zu vermerken. Rentiert hätten sich die Festhalle und Sporthalle. Wirtschaftlich laufe dahingehend alles „wunderbar“. Die gute Entwicklung der Einwohnerzahl mache sich dann auch bei der Einkommenssteuer bemerkbar. Die Grundsteuern würden sich „sogar überplanmäßig“ entwickeln. Erfreulich sei auch, dass die Gemeinde schuldenfrei bleibt. Das solle für die künftigen Generationen Bestand haben. Der Wermutstropfen dabei: Die Kommune verfügt über keinerlei Rücklagen mehr – bis auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbetrag von 112 534 Euro. „Zusätzlich sind keine neuen Dinge mehr zu leisten“, merkte Zimmermann an.

Werthaltiges Planwerk

Der Haushalt sei ein werthaltiges Planwerk. Dem schlossen sich sowohl die Mitglieder des Ortschaftsrates Oppingen sowie des Gemeinderates Nellingen in der gemeinsamen Sitzung an.

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