Naturschutzgebiet Dellenhäule feiert 50. Geburtstag

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Das BIld zeigt (von links) den Naturkundler und Dellenhäuleexperten Robert Saur, Schäfer Stefan Rieger, Irina Heißler vom Regier
Das BIld zeigt (von links) den Naturkundler und Dellenhäuleexperten Robert Saur, Schäfer Stefan Rieger, Irina Heißler vom Regierungspräsidium Stuttgart, Oberbürgermeister Thilo Rentschler, den Waldhausener Ortsvorsteher Patriz Gentner und Rudolf Kaufmann, Leiter des städtischen Grünflächen- und Umweltamtes. (Foto: ehü)
Edwin Hügler

Doppelten Grund zur Freude hat es am Freitag im Dellenhäule bei Beuren gegeben: Zum einen konnte das 50-jährige Bestehen des Naturschutzgebietes gefeiert werden, zum anderen wurden aus diesem Anlass zwei vom Regierungspräsidium Stuttgart gestiftete Informationstafeln enthüllt. Das Dellenhäule ist eine der schönsten Wacholderheiden im Ostalbkreis und beherbergt als weitere Besonderheit eine riesige Ameisenstadt.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler brachte seine große Freude über das Jubiläum zum Ausdruck. Schon vor 50 Jahren hätten die Menschen auf dem Härtsfeld eine wichtige Entscheidung zum Erhalt der Landschaft getroffen. Auf 24 Hektar gebe es hier einen hervorragenden Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das Ganze sei auch ein riesiges Freilichtklassenzimmer für Schüler, die hier viel über die Natur lernen könnten. Der besondere Dank von Rentschler galt Schäfer Markus Rieger, der mit seiner Herde einen großen Beitrag zum Erhalt der Wacholderheide leiste.

Der Waldhausener Ortsvorsteher Patriz Gentner sprach von einer einzigartigen Kulturlandschaft auf dem vorderen Härtsfeld. Viele ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer seien hier immer wieder im Einsatz, um dieses Naturschutzgebiet zu pflegen.

Irina Heißler vom Regierungspräsidium betonte, dass sich die Heide in einem guten Zustand befinde. Neben Vögeln und Schmetterlingen gebe es hier 23 verschiedene Arten von Ameisen.

Der Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbandes, Ralf Worm, hob die gute Zusammenarbeit der Naturschützer mit der Forstwirtschaft und mit dem Schäfer hervor. In nächster Zeit stünden im Dellenhäule wieder kleinere Pflegemaßnahmen an.

Nach der Enthüllung der Informationstafeln erläuterte Irina Heißler deren Inhalte. „Willkommen im Naturschutzgebiet Dellenhäule“ steht über der allgemein gehaltenen Tafel direkt am Wanderparkplatz zwischen Beuren und Elchingen. Der Betrachter erfährt allerlei Wissenswertes über Lebensräume, Nutzungsgeschichte, Pflanzen und Tiere des Dellenhäules. Die zweite Tafel ist speziell der Ameisenstadt gewidmet. Im Dellenhäule sind hunderte von Ameisenhügeln auf einer nicht gedüngten und nicht gemähten, jedoch beweideten Fläche entstanden. Die Gelbe Wiesenameise hat sich hier schon vor 130 Jahren auf einem früheren Acker niedergelassen. Eine Grafik auf der Informationstafel zeigt, wie ein Ameisenhügel von innen aussieht und wie die Tiere dort leben und ihre Jungen aufziehen.

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