Nachts üben die Jugendfeuerwehren

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Ein Verkehrsunfall, die erste Übung des Berufsfeuerwehrwochenendes, nimmt die jungen Feuerwehrleute spät nachts in Anspruch.
Ein Verkehrsunfall, die erste Übung des Berufsfeuerwehrwochenendes, nimmt die jungen Feuerwehrleute spät nachts in Anspruch. (Foto: Feuerwehr)
Lindauer Zeitung

Vor Kurzem hat zum elften Mal das Berufsfeuerwehrwochenende der Jugendfeuerwehren aus Niederstaufen, Sigmarszell, Bösenreutin und Weißensberg stattgefunden. 24 Stunden lang galt es, die Tätigkeiten und Abläufe einer Berufsfeuerwehr „nachzuspielen“. Nachspielen in dem Sinne, dass die Einsätze gestellt sind und dem Übungszweck dienen. Der theoretische und praktische Unterricht sowie Sport und Kameradschaftspflege kamen dabei nicht zu kurz, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehren.

Dienstantritt für die Jungs und Mädchen war am Freitagnachmittag. Aus Platzgründen war die Unterkunft in der Halle in Schlachters. Der erste Einsatz ließ diesmal lange auf sich warten. Die erste Störung des geregelten Tagesablaufes gab es um 21.45 Uhr: schwerer Verkehrsunfall mit fünf verletzten Personen. Zwei Autos und ein Traktor hatten sich verkeilt. Ein Auto qualmte stark, das andere transportierte Gefahrgut. Dazu war ein Teil der Insassen eingeklemmt oder bewusstlos. Der Fahrer des Traktors stand unter Schock. Nach anfänglichem Chaos lösten die Jugendlichen die Aufgabe gut.

Der nächste Morgen startete um sechs Uhr mit einer Runde Frühsport. Bis zum Frühstück folgten vereinzelt kleine Einsätze, die in Gruppen abgearbeitet wurden. Unter anderem mussten die Feuerwehrleute entlaufene Eichhörnchen aus einem Baum retten, Nachbars Papierkorb löschen, umgestürzte Bäume zersägen, einen verletzten Waldarbeiter retten oder eine eingeklemmte Person unter einem Traktor befreien.

Nach dem Mittagessen folgte eine Unterrichtseinheit über brennbare Stoffe und wie diese zu löschen sind. Zum Schluss säuberten alle gemeinsam die Halle, bevor es wieder heimwärts ging.

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