Nachhaltiges Arbeiten wird besonders betont

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 Mitglieder der KLJB Altheim gestalten den Erntedankgottesdienst in der Martinskirche.
Mitglieder der KLJB Altheim gestalten den Erntedankgottesdienst in der Martinskirche. (Foto: Kurt Zieger)
Kurt Zieger

Aufgrund des Wetters ist der für das Altheimer Open-Air-Gelände geplante Gottesdienst in die Pfarrkirche verlegt worden. Der Gestaltung durch die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) mit ihren durchdachten Impulsen, besonders über die Nachhaltigkeit über den Anbau und die Arbeitsweise, tat dies keinen Abbruch.

Unter dem Leitgedanken „Manchmal ist das scheinbar Wenige viel – Unseren Dank vor Gott bringen“ gestaltetete die KLJB Altheim auch in diesem Jahr den Erntedankgottesdienst. Mit 16 Ministranten aus Altheim und Waldhausen zog Pfarrer Walter Stegmann in die Martinskirche ein und ermunterte mit dem von ihm mit Bildern verzierten Liedblatt zu fröhlichem Singen als Fest des Glaubens. Dominik Störkle mit seiner Gruppe sorgte für die musikalische Ausgestaltung des gut besuchten Gottesdienstes und prägte mit einem abschließenden Orgelsolo den musikalischen Höhepunkt der Feierstunde.

Mitglieder der Altheimer Landjugend um Marius Hecht gestalteten die Feierstunde mit wegweisenden und nachdenkenswerten Impulsen. Bereits beim Kyrie wiesen sie auf die Verantwortung für Natur, Feld und Ernte hin und dankten vor allem den Menschen, die sich für Nachhaltigkeit in ihrer Ansichts- und Arbeitsweise einsetzen. Der Dank für die vielfältige Schöpfung und ihre Gaben, verbunden mit der Bitte um lebenswertes Leben auf der ganzen Welt führte zu einer Geschichte als Lesung, in der die beiden Pillen „Zufriedenheit und Dankbarkeit“ in keiner ärztlichen Betreuung fehlen sollten.

Eine Stelle aus dem Vaterunser in der Überlieferung des Evangelisten Lukas: „Gib uns das Brot, das wir brauchen“ deuteten Mitglieder der Landjugend in vier aussagekräftigen Impulsen. Ein voller Korb enthält Früchte von Feld und Garten. Er steht zugleich als Dank für Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten und für solche, die für die Zubereitung der Nahrung Zeit und Können einbringen. Auch hier wurde dem Argument der Nachhaltigkeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Ein zweiter Korb, der zum Altar gebracht wurde, war kleiner und weniger üppig gefüllt. Doch auch damit sollten Freude und Dankbarkeit nicht vergessen werden, denn „weniger muss nicht immer weniger sein.“ Beim dritten Impuls war die gebrachte Schale leer. Für viele Menschen der Erde, so wurde argumentiert, bleibt die Essensschale oft ohne Inhalt. Daraus resultierte die Bitte um faires Verteilen der vorhandenen Güter.

Der vierte Impuls umfasste lediglich zwei leere, zur Schale geformte Hände. Doch sie können voll Lebenserfahrung sein, die weitergereicht werden. Dazu zählen Freundschaft und Hilfsbereitschaft, Treue und geteilte Zeit, Hoffnung und Zuversicht und auch der Zusammenhalt im Bereich der Landjugend.

Pfarrer Stegmann führte diesen Impuls als Abschluss der jugendlich geformten Predigt mit der Aufforderung weiter, jeder Besucher des Gottesdienstes sollte seine Hände zur Schale formen und sich fragen: „Wieviel Dankbarkeit sind darin verborgen?“ Ehrliche Dankbarkeit sollte jedem bewusst machen, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir seit langer Zeit in einem freien Land an einem gedeckten Tisch sitzen dürfen.

Bereits zu Beginn des Gottesdienstes erinnerte Pfarrer Stegmann daran, dass in der frühen Christenheit jeder Gottesdienst mit einer Agape als Einladung zu Essen und Trinken endete. Daran knüpfte Marius Hecht die Einladung der Landjugend, bei Zopfbrot und Getränken im rückwärtigen Bereich der Kirche zu verweilen.

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